Lehrerreserve weiter ausbauen

Die Bildungsgewerkschaft GEW schlägt vor, die Lehrerreserve an den 5.000 Schulen in Baden-Württemberg langfristig von 1,5 auf 5 Prozent zu erhöhen und noch in diesem Schuljahr mehr Vertretungen für die Grund- und Sonderschulen bereit zu stellen. "Heute fallen vermutlich an jeder der 5.000 Schulen im Land Stunden aus. Dieses Problem lässt sich dauerhaft nicht durch die so genannte unterjährige Einstellung für Elternzeitvertretungen beheben, sondern nur durch eine ausreichende ständige Lehrerreserve. Für die Grund- und Sonderschulen, an denen die Kinder nicht kurzfristig nach Hause geschickt werden können, brauchen wir ein Sofortprogramm für Krankheitsvertretungen", sagte am Donnerstag (26.01.) in Stuttgart Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

26.01.2006 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Die Nachwuchssicherung für die Schulen nennt die GEW eine der größten bildungspolitischen Herausforderungen des neuen Landtags. "Wir brauchen in allen Schularten gute pädagogische Profis. Es wäre fatal, wenn in Zukunft in den Beruflichen Schulen, den Hauptschulen und in mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern nur noch Quereinsteiger unterrichten", so Dahlem.

Die GEW bietet allen Parteien an, nach der Landtagswahl gemeinsam eine Lehrerbedarfsplanung bis 2015 zu erstellen. "Ein Blick hinter die Schultore zeigt, dass wir noch lange nicht über die Streichung von freiwerdenden Lehrerstellen diskutieren können. Für die Zukunft brauchen wir endlich eine verlässliche Bildungspolitik, zu der auch eine langfristig geplante Lehrereinstellung zählt. Die zurückgehenden Schülerzahlen können genutzt werden, um schrittweise die Qualität unserer Schulen zu steigern", sagte Dahlem.

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GEW Baden-Württemberg

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