Mehr Abiturienten trotz sinkender Schülerzahlen

Note 2,7 im Schnitt, zwei Prozent mehr Abiturienten als im Vorjahr, 0,6 Prozentpunkte weniger Durchfaller - dies sind die positiven Grunddaten, die das Ergebnis der diesjährigen Abiturprüfungen umschreiben. Bildungssenator Böger sagte dazu: "Dies ist ein erfreuliches Ergebnis, hinter dem die individuelle Leistung von 13.033 einzelnen jungen Menschen steckt. Ich gratuliere unseren Abiturienten herzlich. Sie sind auf einem guten Weg in eine Gesellschaft, in der Bildung wieder und weiter an Bedeutung zunimmt."

16.06.2005 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Abiturquote: Weiterhin hoch - weil Berlin Chancengerechtigkeit schafft

Fast jeder dritte Berliner verlässt die Schule mit dem Abitur in der Tasche - deutlich mehr als in Bundesländern wie Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen oder Bayern.
Böger: "Das Abitur ist uns wertvoll. Ziel bleibt es, immer mehr Menschen zu einem möglichst hochwertigen Bildungsabschluss zu bringen. Dies unterscheidet uns von anderen Bundesländern, die den Wert des Abiturs daraus ableiten, dass das Abitur von nur wenigen erreicht wird. Wir wollen keinen exklusiven Abitur-Club!"

Die Besten weiter fördern, die Leistungen anderer richtig einschätzen

Böger lobte die Spitzenleistungen an Berlins Schulen - 35 Schüler haben mit 1,0 abgeschlossen, zehn Schulen erreichten eine Durchschnittsnote von 2,0 bis 2,3 , an fünf Schulen haben alle Prüflinge bestanden - äußerte sich aber kritisch zu einer isolierten Betrachtung von Daten.
Böger: "Wichtig ist Zusammenhänge zu sehen. So kann man die Qualität eines guten Schnitts dann besonders schätzen, wenn dieser trotz einer niedrigen Durchfallerquote erreicht wird. Spitzenleistungen werden wir weiter fördern und fordern.
Andererseits wird es immer Schulen geben, deren Leistungen nicht aus den Abiturnoten ablesbar sein wird. Schulen in Problembereichen oder mit einem hohen Anteil an Schülern nichtdeutscher Herkunftssprache werden vielleicht nie einen herausragenden Notendurchschnitt erzielen: Die Leistung dieser Schulen besteht aber darin Menschen mit schlechteren Bildungschancen überhaupt zum Abitur gebracht zu haben."

Ausländerquote gesunken, aber nicht aussagekräftig

Der Anteil ausländischer Schüler an der Gesamtzahl der Abiturienten ist weiter gesunken. Er ist aber nicht aussagekräftig, weil die Zahl der Schüler mit deutschen Pass durch Einbürgerungen kontinuierlich gestiegen ist. Wesentlich ist der Anteil von Schülern nichtdeutscher Herkunftssprache, der in diesem Jahr beim Abitur nicht erhoben werden konnte.

Berlins Trend: Unterrichtsqualität hoch, Durchfallerquote runter

Bei der Durchfallerquote hat sich Berlin verbessert, liegt aber noch über dem Bundesschnitt. Böger: "Die Prüfungsstandards sind bundeseinheitlich. Wenn wir weniger Durchfaller im Abitur haben, ist dies also ein weiteres Zeichen dafür, dass sich der Unterricht an Berlins Schulen auch im Bundesvergleich weiter verbessert hat."

Abitur 2005: Reibungsloser Ablauf dank engagierter Lehrerinnen und Lehrer

Böger dankte vor allem auch den Lehrerinnen und Lehrern an Berlins Schulen, die in diesem Jahr unter besonders schwierigen Bedingungen für einen reibungslosen Ablauf des Abiturs gesorgt haben.
Böger: "Das Abitur lag durch die Winterferien sehr früh. Das zweite Schulhalbjahr, in das die Korrekturen und mündlichen Prüfungen fielen, war zudem auch noch sehr kurz, noch verkürzt durch das Turnfest. Wir haben den Schulen mit den Vergleichsarbeiten zusätzliche Arbeit abverlangt, weil sich Berlins Schule insgesamt in einem enormen Umbauprozess hin zu mehr Qualität befindet. Ich bin stolz auf das Engagement vieler tausend Lehrerinnen und Lehrer, die Enormes geleistet haben und gezeigt haben, dass enge Kooperation in den Regionen zu guten Ergebnissen führt."

Ausführliches Zahlenmaterial zum Abitur 2005 können Sie per email an als Datei abfordern.

Gelegenheit Berlins beste Abiturienten zu treffen, haben Sie bei der Langen Nacht der Talente am Freitag, 17. Juni 2005 ab 18 Uhr im Konferenzzentrum der IHK Ludwig-Erhard-Haus Fasanenstraße 85, 10623 Berlin. Sieben der Abiturienten, die eine Note von 1,0 oder 1,1 erreicht haben, haben Ihr Kommen bereits zugesagt.


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