Mehr Qualität in der nachunterrichtlichen Bildung und Betreuung

Die Qualität des nachunterrichtlichen Bildungs- und Betreuungsangebotes an insgesamt 25 Grundschulen in der Landeshauptstadt Saarbrücken kann weiter verbessert werden. Kultus-Staatssekretärin Dr. Susanne Reichrath überreichte am heutigen Freitag (16.09.05) einen Bewilligungsbescheid über insgesamt rd. 128 000 Euro aus dem Investitionsprogramm "Zukunft Bildung und Betreuung" (IZBB). Mit dem Geld werden Buchpakete für insgesamt 25 Grundschulen in Trägerschaft der Landeshauptstadt angekauft.

16.09.2005 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Das Kultusministerium hat in Zusammenarbeit mit dem Verband der Saarländischen Buchhändler Buchpakete zusammengestellt, die für jede Schule aus jeweils vier Modulen à 100 Büchern bestehen. Die Anschaffungen für diese Buchpakete werden über das IZBB-Programm zu 90 Prozent gefördert.

Kultus-Staatssekretärin Dr. Susanne Reichrath: "Dies ist ein großer und wichtiger Baustein im Hinblick auf die qualitative Weiterentwicklung der Schulen und ist gleichzeitig Teil der Neuausrichtung der Bibliotheks- und Leseförderung. Die Leseförderung ist wesentlicher Bestandteil der pädagogischen Arbeit, die auch im Nachmittagsbereich, d. h. im Rahmen der Freiwilligen Ganztagsschule, fortgesetzt wird. Durch die gelungene Auswahl von altersgemäßer Literatur werden die Kinder an das Lesen herangeführt. So soll bereits im Grundschulalter das Interesse am Buch geweckt werden, damit Kinder lernen, selbständig mit diesem Medium zu arbeiten."

Für Investitionen in Ganztagsschulen stellt der Bund dem Saarland bis zum Jahr 2007 insgesamt 49 Mio. Euro zur Verfügung. Zuvor hatte die Landesregierung bereits seit dem Schuljahr 2002/03 die Mittel für Personalzuwendungen an die örtlichen Maßnahmeträger auf 1,53 Mio. Euro jährlich erhöht und so den Ansatz der Vorgängerregierung verzehnfacht. Zusammen mit den in der Freiwilligen Ganztagsschule eingebrachten Lehrerstunden betragen die jährlichen Personalkosten des Landes für die nachunterrichtlichen Bildungs- und Betreuungsangebote rd. drei Millionen Euro.

Dr. Susanne Reichrath: "Kein anderes Bundesland besitzt bei den Ganztagsschulen ein derart dichtes Betreuungsnetz wie das Saarland. Eine Nachmittagsbetreuung wird überall dort angeboten, wo Bedarf besteht - flächendeckend, flexibel und wohnortnah. Inzwischen gibt es landesweit an 213 von 242 Grundschulstandorten und an zehn von 15 Gesamtschulen ein Ganztagsangebot. Bei den Erweiterten Realschulen und den Gymnasien ist ein Versorgungsgrad von etwas mehr als 50 Prozent erreicht." Das Saarland liegt bei der Umsetzung des IZBB-Programms im bundesweiten Vergleich vorne. Bisher hat das Land über 200 Anträge mit einem Gesamtvolumen von rd. 24 Millionen Euro aus dem IZBB-Programm bewilligt.

Von den 102 Schulen in der Landeshauptstadt und im Stadtverband Saarbrücken bieten 37 Grundschulen ein nachunterrichtliches Betreuungsangebot bis 14.00 Uhr an. Dieses wird von insgesamt 1 135 Schülerinnen und Schülern genutzt. An 63 Schulstandorten (34 Grundschulen, 13 Erweiterte Realschulen, 4 Gesamtschulen, 7 Gymnasien und 5 Schulen für Behinderte) findet eine Betreuung bis 16.00 Uhr statt. Dieses Angebot nutzen über 2 000 Schülerinnen und Schüler.


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