Ministerpräsident Wulff: "Praetorius-Preisträger sind Botschafter des Musiklandes Niedersachsen."

Der Niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff hat am Montag in der Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel erstmals den Praetorius-Musikpreis Niedersachsen verliehen.

22.11.2005 Niedersachsen Pressemeldung Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

"Praetorius-Preisträger sind aktive Botschafter des Musiklandes Niedersachsen. Ihr künstlerisches Wirken strahlt weit über die Landesgrenzen hinaus. Mit dem neu geschaffenen Praetorius-Musikpreis setzen wir ein Zeichen. Wir zeigen die Vielfalt des Musiklandes, indem wir international erfolgreiche Künstler ebenso auszeichnen wie den Nachwuchs und ehrenamtlich Engagierte", so Christian Wulff in seiner Laudatio.

Die Preisträger sind herausragende Persönlichkeiten des niedersächsischen Musiklebens. Mit dem Hauptpreis in Höhe von 15.000 Euro wurde Professor Eiji Oue ausgezeichnet. Oue ist Chefdirigent der Radiophilharmonie Hannover des NDR. An der Hochschule für Musik und Theater Hannover lehrt er im Fach Dirigieren.

Musiker und Produzent Mousse T. erhält den Sonderpreis, dotiert mit 7.500 Euro. Titel wie "Sexbomb" und "Horny" haben ihm großen internationalen Erfolg gebracht. Er ist Mitinhaber der Peppermint Jam Records Studios in Hannover.

Für sein ehrenamtliches Engagement wurde Eberhard Schmidt in der Kategorie "Ehrenamt" (2.500 Euro) ausgezeichnet. Schmidt ist Ehrenpräsident des Landesmusikrates. Besonders hat er sich um die Förderung der niedersächsischen Chorarbeit verdient gemacht.

Förderpreise in Höhe von jeweils 5000 Euro gehen an: Jens Eckhoff, das Almandin Streichquartett und Igor Levit. Eckhoff ist Musiker aus Hannover. Den Durchbruch schaffte er als Mitglied der Band "Wir sind Helden". Das Almandin Streichquartett ist aus jungen Musikerinnen des Niedersächsischen Jugendsinfonieorchesters hervorgegangen. Igor Levit ,1987 in Hannover geboren, ist Pianist und kann bereits auf zahlreiche Wettbewerbserfolge zurückblicken.

Der Musiker und Gelehrte Michael Praetorius (1571/72 - 1621) hat dem niedersächsischen Musikpreis seinen Namen gegeben. Praetorius ist für die Musikgeschichte von großer Bedeutung. Er wirkte in Wolfenbüttel und ist dort auch beigesetzt. Das Ministerium für Wissenschaft und Kultur und der Landesmusikrat haben den bisherigen Musikpreis des Landes zum Praetorius Musikpreis weiterentwickelt. Mit vier statt bisher zwei Kategorien ist der Preis deutlich aufgewertet.


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