Neue Lernräume, Bibliotheken und Sportgeräte - Ausbau der ganztagsschulischen Angebote läuft

Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn und Brandenburgs Bildungsminister Steffen Reiche haben am heutigen Freitag drei Schulen im Land Brandenburg besucht, die Förderungen aus dem Investitionsprogramm "Zukunft Bildung und Betreuung" des Bundes zum Ausbau des Ganztagsschulsystems erhielten.

27.08.2004 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

"Das Bundesprogramm für den Ausbau der Ganztagsschulen greift im Land Brandenburg", sagte Bildungsminister Reiche. "Wir haben nach einem strengen Auswahlverfahren 54 ganztägige Angebote an Schulen zum neuen Schuljahr neu genehmigt und damit derzeit insgesamt 134 öffentliche Schulen mit Ganztagsangeboten im Land Brandenburg. Das entspricht einer Ausweitung der Schulen mit Ganztagsangeboten um 67 Prozent. Insgesamt 66 Ganztagsschulen im Land Brandenburg erhalten Mittel aus dem Bundesinvestitionsprogramm ´Zukunft Bildung und Betreuung´ im Jahr 2004. Die für dieses Jahr zur Verfügung stehenden Bundesmittel in Höhe von 32 Millionen Euro werden wir voraussichtlich komplett verausgaben. Brandenburg hat für die Bundesgelder ein Förderkonzept mit kleineren Selbsthilfeprojekten, klassischen Zuweisungen und Schuldendiensthilfen erstellt, das sich bereits jetzt als sehr sinnvoll erweist. Dabei setzt Brandenburg gezielt auf eine Verzahnung mit anderen Programmen, also beispielsweise die Entwicklung von Ganztagsangeboten an Schulen und Öffnung von Schule zusammen mit Strategien zur Umsetzung des Bund-Länder-Programms ´Soziale Stadt´."

"Ich freue mich, dass die Gelder aus dem Ganztagsschulprogramm der Bundesregierung in Brandenburg so sinnvoll eingesetzt werden", sagte Bundesbildungsministerin Bulmahn. Das Beispiel Brandenburg zeige, wie erfolgreich Raum für kreativen Unterricht geschaffen werden könne. "Wenn wir wollen, dass mehr Kinder bessere Bildungschancen und damit bessere Lebenschancen haben, dann brauchen wir in Deutschland Schulen, die unsere Kinder mit ihren ganz unterschiedlichen Voraussetzungen stärker in den Mittelpunkt stellen." Die von ihr besuchten Schulen in Brandenburg seien solche guten Beispiele. "Hier spürt man, dass mit Ganztagsschulen auch die Qualität des Unterrichts verbessert wird", sagte Bulmahn. Mehr als 3000 Schulen profitieren bundesweit in diesem Jahr von den Ganztagsschulmitteln des Bundes.

Die Informationsreise von Bundesministerin Bulmahn und Minister Reiche begann mit der Einweihung des Schulneubaus der Waldhofschule Templin. Die Schule in freier Trägerschaft erhielt bereits im vergangenen Dezember die Fördersumme von 773.600 €. Damit entstand ein Erweiterungsbau für ein multifunktionales Gebäude, der den Erfordernissen der Schule, die behinderte und nichtbehinderte Kinder hat, angepasst wurde (Klassen- und Gruppenraum, Therapiezonen, Lehrerbereich, Elternsprechzimmer). Eine intensive Elternarbeit, die auch Erziehungsverträge zwischen Eltern und Schule einschließt, prägt die gemeinsame Erziehungs- und Bildungsverantwortung an der Waldhofschule. Die Erkenntnisse der PISA–Studie zu heterogene Lerngruppen haben Lehrerkollegium und Eltern und den Schulträger Stephanus-Stiftung veranlasst, den Schulversuch "Eine Schule für alle" zu wagen und die Voraussetzungen dafür zu schaffen. In der Schule werden die Schüler je nach Erfordernis entsprechend dem Bildungsgang der Grundschule, dem Bildungsgang der allgemeinen Förderschule oder dem Bildungsgang für Schüler mit Beeinträchtigungen in der geistigen Entwicklung unterrichtet. Für jeden Schüler wird ein individueller Lern- und Entwicklungsplan in Absprache mit den Eltern erstellt.

Zweite Station der Informationsreise war die Albert-Schweitzer-Gesamtschule in Hennigsdorf bei Berlin. Mit 1.149.391 € Bundesförderung wird das Schulgebäude für den Ganztagsbetrieb vollsaniert. Dort besuchten Bundesministerin Bulmahn und Bildungsminister Reiche den Unterricht und ließen sich von Lehrkräften der Schule und Schülerinnen und Schülern die Entwicklung des Ganztagsangebotes an der Schule und die Umsetzung der Baumaßnahmen erläutern.

Der dritte Schulbesuch galt der Grundschule Velten-Süd. Die Fördermaßnahme an dieser Schule steht stellvertretend für den Fördermix, mit dem das Bildungsministerium das Investitionsprogramm des Bundes "Zukunft Bildung und Betreuung" umsetzt. Durch die Fördersumme von 18.000 € aus dem Bundesprogramm wird mit der Verbesserung der Ausstattung das Ganztagsangebot ermöglicht. So wurden Bühnenteile und eine Videowerkstatt angeschafft, die Schülerbibliothek ausgestattet und kleinere Sanierungsmaßnahmen durchgeführt.


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