Neue Räume für Gedenkstättenpädagogik in Sachsenhausen

Ab heute wird in einer eigenen Projektwerkstatt in der Gedenkstätte Sachsenhausen Gedenkstättenpädagogik für Schülerinnen und Schüler angeboten. Bildungsminister Steffen Reiche weihte die Projektwerkstatt im denkmalgeschützten Gebäude der ehemaligen "Waffenmeisterei" im Besucherinformationszentrum (BIZ) ein.

30.09.2004 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

"Es kommt in dieser besonderen Bildungsarbeit darauf an, historische Entwicklungen und Zusammenhänge verstehen zu lernen und daran anschließend nach den Werten unseres Zusammenlebens und unserer Politik heute zu fragen", sagte Bildungsminister Steffen Reiche. "Heute nehmen wir die Geschichte dieses Ortes unter der Perspektive der Menschenrechte in den Blick, und das bedeutet konkrete der Verletzungen von Menschenrechten. Das war nicht immer so, mit unterschiedlichen politischen und ideologischen Begründungen wurden hier bis 1950 Menschenrechtsverletzungen gerechtfertigt. Bis 1989 galt dieser Maßstab nicht für die Darstellung der Geschichte dieses Ortes."

Die Projektwerkstatt umfasst die Büros der gegenwärtig 3 Gedenkstättenlehrer, den Projektwerkstattraum sowie vier Seminarräume. In der Projektwerkstatt finden sich Materialien und Arbeitsmöglichkeiten für die Projektarbeit von Schülergruppen, die sich nach dem Prinzip des forschenden Lernens mit einzelnen Aspekten der Lagergeschichte beschäftigen. Die Aufgabe der Gedenkstättenlehrer besteht darin, die Konzepte und Materialien für die Projektangebote vorzubereiten und in Kooperation mit den pädagogischen Mitarbeitern der Gedenkstätte durchzuführen.

Für die Einrichtung , technische Ausrüstung und Gestaltung der Arbeitsfähigkeit (Bereitstellung von Möbeln, Computer etc.) wurden vom Aktionsbündnis gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit 27.000 Euro zur Verfügung gestellt.


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