Philologenverband begrüßt "Reform der Rechtschreibreform"

Das Inkrafttreten der vom Rechtschreibrat mit Zweidrittelmehrheit beschlossenen Änderungen zur Rechtschreibreform am morgigen 1. August 2006 ist vom Vorsitzenden des Deutschen Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, nachdrücklich begrüßt worden.

31.07.2006 Pressemeldung Deutscher Philologenverband (DPhV)

"Dies ist ein wichtiger Schritt hin zur Einheitlichkeit der deutschen Rechtschreibung und zur Wiederherstellung eines Rechtschreibfriedens!" sagte Meidinger in Berlin.

Mit Befriedigung stellte der DPhV-Vorsitzende fest, dass einige der umstrittensten Schreibweisen der ursprünglichen Reform wie "zu Eigen machen, Leid tun, Pleite gehen" korrigiert worden sind. Auf der anderen Seite seien bei der kontrovers diskutierten Zusammenschreibung von Wörtern die Variantenschreibungen erweitert worden, was in diesem Bereich der Rechtschreibung, der immer schon fließend und ohne feste einheitliche Regeln gewesen sei, den Schülern besonders entgegenkomme.

Probleme durch die "Reform der Reform" für die Schulen sieht Meidinger kaum, zumal von den erneuten Änderungen nur ein sehr kleiner Teil der Rechtschreibreform betroffen sei. Bei der s/ss-Schreibung und der vermehrten Großschreibung von Substantivierungen ändere sich fast nichts. Gerade dieser Teil der Neuregelung habe sich an den Schulen problemlos durchgesetzt, so Meidinger abschließend.


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