Positive Nachrichten für Berlins Schulen: Weitere neue Lehrer werden bereits in den Sommerferien eingestellt

Die Zahl der neuen Lehrerinnen und Lehrer, die zum Schuljahresbeginn ihren Dienst an Berlins Schulen antreten werden, wird um voraussichtlich 170 Vollzeiteinheiten (VZE) steigen. Da diese Stellen grundsätzlich als Zweidrittel-Stellen angeboten werden, erhalten so 250 neue Lehrerinnen und Lehrer eine Chance im Schuldienst des Landes. Insgesamt gibt es als Ist-Stand des heutigen Tages Neueinstellungen im Umfang von 490 vollen Lehrerstellen.

20.07.2005 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Der Grund für diese erhöhte Zahl liegt nicht in einer Korrektur eines Stichtags-Bedarfs. Vielmehr wurde die sogenannte "Nachsteuerung" in diesem Jahr vorgezogen.

Bislang wurde nach möglichen Neueinstellungen während der Sommerferien zu Schuljahresbeginn ein Abgleich zwischen Bedarf und tatsächlichen Neueinstellungen gezogen. Dieser Abgleich führte zu weiteren Einstellungen im Zuge einer Nachsteuerung, die nun bereits in die Sommerferien vorverlegt wurde.

Der Bedarf an Neueinstellungen ist keine feststehende Größe und nicht allein von der Schülerzahl abhängig. Sie unterliegt verschiedensten Faktoren, die sich im variablen Fluss befinden oder prognostiziert werden müssen - Abgänge von Lehrern in Altersteilzeit oder dem Wechsel in andere Bundesländer. Auch müssen Umsetzungsverfahren in und über Bezirke hinaus abgewartet werden. Mit den jetzt vorgezogenen Nachsteuerungen soll eine Bruttoausstattung von 105% erreicht werden.

Bildungssenator Klaus Böger (SPD): "Ich freue mich - wie jeder ernsthaft an Bildungspolitik Interessierte auch - über jeden neuen jungen Kollegen, den wir an Berlins Schulen begrüßen können. Die Bildungsverwaltung arbeitet in dieser Hochphase der Schulreformen mit höchster Intensität daran, einen möglichst reibungslosen Start in das neue Schuljahr zu ermöglichen. Wir machen keinen Urlaub, wenn es um Unterrichtsqualität geht. Auch erkennen wir Mangel an Lehrkräften jetzt früher als wenn wir mit der Nachsteuerung bis zum August gewartet hätten."

Die Einstellungen erfolgen aufgrund gesetzlicher Bestimmungen, die unter anderem die Vertretung von Schulleitungen durch die Schulaufsicht und das Abarbeiten eines Kriterienkatalogs beinhalten. Dabei spielt natürlich die Examensnote die wesentliche Rolle. Das Vorstellungsgespräch hat daher per se einen anderen Stellenwert als in vielen Bereichen der Wirtschaft.

Böger: "Junge motivierte Menschen, die auf einen Vertrag als Lehrer warten, kennen die Spielregeln, die für eine Einstellung gelten, natürlich sehr gut: Man muss erreichbar sein in dieser wichtigen Phase seines Lebens. Wir haben für Fächer, in denen viele Schulen gleiche Bedarfskriterien gemeldet haben, ein zentrales Verfahren gewählt. Wenn sich also viele Kandidaten zentral und zeitnah vorstellen können, spart das allen Zeit und lange Wege. Wir arbeiten effizient und im Interesse der Berliner Schule, auch in den Ferien."


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden