Prof. Dr. Hubert Wolf erhält Communicator-Preis

Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg hat den Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit als ein wichtiges Instrument auf dem Weg in die moderne Wissensgesellschaft bezeichnet.

30.09.2004 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

"Reformen haben nur eine Chance, wenn wir die Menschen dafür gewinnen können. Wir müssen die wechselseitigen Verflechtungen von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft verdeutlichen. Die Potenziale wissenschaftlicher Arbeit sollten für alle sichtbar sein. Nur so können wir qualifizierten akademischen Nachwuchs gewinnen und zukunftsfähige Strukturen schaffen", erklärte er anlässlich der Verleihung des Communicator-Preises an den Münsteraner Kirchenhistoriker Prof. Dr. Hubert Wolf am 30. September in Stuttgart.

Der mit 50.000 Euro dotierte Communicator-Preis, den der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft gemeinsam mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft verleiht, zeichnet Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für eine besonders verständliche und vielfältige Präsentation ihrer Arbeit in der Öffentlichkeit aus. "Damit leistet der Preis einen wichtigen Beitrag zur Herstellung von Akzeptanz und Vertrauen", sagte Frankenberg bei der Preisverleihung in Vertretung von Ministerpräsident Erwin Teufel. "Public Understanding of Science and Humanities, kurz: PUSH, spielt in den vergangenen Jahren eine immer größere Rolle. Vieles wurde inzwischen bewegt und erreicht." Prof. Dr. Hubert Wolf habe die Ergebnisse seiner wissenschaftlichen Arbeit breiten Kreisen nahe gebracht und ein differenziertes Bild der Kirchengeschichte vermittelt.

Wissenschaftsminister Frankenberg, der vor der Übergabe des Preises bereits als Gastredner bei der Jahressitzung des Landeskuratoriums des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft über die "Anforderungen an eine zeitgemäße Wissenschaftspolitik" referiert hatte, stellte auch die Initiative "Wissenschaft im Dialog" heraus. "Es ist dieser Initiative gelungen, die Wissenschaft in beispielloser Weise für ihr Konzept zu mobilisieren und die breite Öffentlichkeit zu begeistern. Der Wissenschaftssommer in Stuttgart demonstriert in beeindruckender Weise, welches Leistungspotenzial und welche Begeisterung mit dieser Initiative verbunden sind."

Frankenberg warnte davor, dass übertriebene Risikowahrnehmung und Bedrohungsängste zu einer undifferenzierten Ablehnung neuer Technologien führen können. "Dies droht uns im internationalen Wettbewerb auf lange Zeit zurückzuwerfen. Ich denke vor allem an den traditionell schwierigen Umgang mit der Gentechnik oder an die aufkeimende Furcht vor Gefahren der Nanotechnologie." Dem könnten nur Aufklärung und Information entgegen wirken. Frankenberg: "Die Wissenschaft kann sich nicht mehr auf das Streben nach Erkenntnisgewinn beschränken. Sie muss ihre Inhalte verständlich vermitteln. In einem darauf aufbauenden kritischen Dialog müssen wir die notwendige Transparenz schaffen und die möglichen Risiken wissenschaftlicher Arbeit dem Nutzwert für die Gesellschaft gegenüber stellen."


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