Rudolf-Kaiser-Preis 2004 geht an Dr. Jürgen Weis vom Max-Planck-Institut für Festkörperphysik in Stuttgart

Für seine herausragenden Leistungen im Forschungsgebiet der Halbleiter-Quantenpunkte erhielt Dr. Jürgen Weis vom Max-Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart den Rudolf-Kaiser-Preis. Die mit 30.000 Euro höchstdotierte Auszeichnung für deutsche Nachwuchswissenschaftler wird vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft verliehen. Bei der Überreichung des Preises am 22. Februar in Stuttgart sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Michael Sieber (MdL): "Wissenschaftspreise helfen, großartige Forschungsleistungen wie die von Dr. Jürgen Weis zu würdigen. Sie wecken damit zugleich auch das öffentliche Interesse an der Wissenschaft."

22.02.2005 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

In seiner Festansprache unterstrich der Staatssekretär die Position Baden-Württembergs als eine der hochschulreichsten und forschungsintensivsten Regionen Europas. "Neun Universitäten, bedeutende außeruniversitäre Forschungseinrichtungen wie die 14 Max-Planck-Institute im Land, hohe Drittmittelquoten und die höchste Zahl an Patentanmeldungen gemessen an der Bevölkerungszahl bundesweit belegen die hohe Leistungsfähigkeit der Wissenschaft im Land", sagte Sieber.

Die Forschungspolitik des Landes zielt nach den Worten des Staatssekretärs konsequent auf die Schaffung forschungsfreundlicher Strukturen. Wichtige Elemente seien die "Auswahl strategischer Forschungsgebiete statt einer Mittelverteilung mit der Gießkanne", die Unterstützung von entsprechenden Kooperationen zwischen Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Unternehmen sowie die Schaffung von Kompetenznetzen und Forschungsclustern. Mit einer attraktiven Forschungslandschaft wolle man die besten Köpfe für Baden-Württemberg interessieren und nach Möglichkeit gewinnen. "Dr. Jürgen Weis darf sich zu diesem Kreis zählen. Seine bisherige Karriere und nun die Auszeichnung mit dem Rudolf-Kaiser-Preis lassen Großes hoffen", sagte Sieber.

Jürgen Weis, Jahrgang 1964, absolvierte sein Physikstudium an der Universität Ulm. Anschließend forschte er im Max-Planck-Institut (MPI) und promovierte an der Universität Stuttgart. Für seine Dissertation erhielt er die Otto-Hahn-Medaille für Wissenschaftlichen Nachwuchs von der Max-Planck-Gesellschaft. Nach einem Forschungsaufenthalt in New Jersey (USA) kehrte er an das MPI zurück, wo er bei vielen von der Deutschen Forschungsgesellschaft geförderten Projekten als Projektleiter fungierte. Seit 2002 ist Dr. Jürgen Weis habilitiert.

Der Rudolf-Kaiser-Preis wird jährlich an einen deutschen Nachwuchswissenschaftler vergeben, der mehrere gute und darunter eine exzellente Arbeit publiziert hat und noch nicht auf einen Lehrstuhl berufen wurde. Über die Vergabe des Preises entscheidet das Kuratorium der Rudolf-Kaiser-Stiftung nach Vorschlag des Stiftungsbeirats, dessen drei Mitglieder der Deutschen Physikalischen Gesellschaft angehören.


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