Rund 53 000 Euro für die Freiwillige Ganztagsschule an der Grundschule Klarenthal

Einen Bewilligungsbescheid über 52 945,03 Euro hat Staatssekretär Hansgünter Lang heute (15.6.04) der Stadt Saarbrücken für den Ausbau der Freiwilligen Ganztagsschule an der Grundschule Klarenthal übergeben. Mit diesem Geld wird an der Schule ein zusätzlicher Raum für die Freiwillige Ganztagsschule hergerichtet. Außerdem fließt das Geld in Brandschutzmaßnahmen und in die Ausstattung der Räume für die Bildungs- und Betreuungsangebote am Nachmittag.

15.06.2004 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Damit setzt das Saarland die Verwaltungsvereinbarung um, die der Bund und die Länder letztes Jahr über das Investitionsprogramm "Zukunft Bildung und Betreuung" (IZBB) getroffen haben. Zuvor hatte die Landesregierung bereits seit dem Schuljahr 2002/03 die Mittel für Personalzuwendungen an die örtlichen Maßnahmeträger auf 1,53 Mio. Euro jährlich erhöht und so den Ansatz der Vorgängerregierung verzehnfacht.

Hansgünter Lang: "Das damit eingerichtete Förderprogramm "Freiwillige Ganztagsschule" hat in nur zwei Jahren einen sehr hohen Ausbaustand erreicht. Diese große Akzeptanz ist die Basis, auf der IZBB jetzt aufsetzt."

Die Grundschule Klarenthal besuchen derzeit rund 225 Kinder. 57 von ihnen nehmen ein Bildungs- und Betreuungsangebot der AWO Jugend Saar bis 14 Uhr wahr, 18 Schülerinnen und Schüler bleiben bis 16 Uhr. Nach Beendigung der Baumaßnahmen können bis zu 80 Kinder nach dem Unterricht betreut werden.

"Die Freiwillige Ganztagsschule im Saarland ist ein Erfolgsmodell", betonte Staatssekretär Hansgünter Lang bei der Übergabe des Bewilligungsbescheides. So hätten inzwischen 229 von 266 Grundschulen und zehn von 15 Gesamtschulen ein entsprechendes Angebot. Bei den Erweiterten Realschulen und den Gymnasien sei ein Versorgungsgrad von 50 Prozent erreicht. Bezogen auf alle Schulformen gebe es an 111 Standorten ein Angebot bis 16 Uhr, das von mehr als 2 400 Schülern angenommen werde. 2 800 Schüler nutzten die an 173 Schulen eingerichteten Angebote bis 14 Uhr. Hansgünter Lang: "Ganz wichtig ist die Wohnortnähe. Einer allein erziehenden Mutter nützt es nämlich nichts, wenn das nächste Ganztagsschulangebot so weit entfernt ist, dass sie ihre Kinder nicht hinbringen kann. Anders als Rheinland-Pfalz setzt das Saarland deshalb auf kurze Wege. Die hervorragende Akzeptanz bestätigt das saarländische Konzept. Die Landesregierung wird daher das Angebot noch weiter ausbauen." Bisher, so der Staatssekretär, habe das Saarland bereits rund 4,5 Mio. Euro aus dem IZBB-Programm bewilligt. Damit habe man an 41 Standorten die Voraussetzungen für eine Verbesserung des Bildungs- und Betreuungsangebots am Nachmittag geschaffen.

Für den Stadtverband Saarbrücken ergibt sich folgendes Bild: Eine Freiwillige Ganztagsschule mit Bildungs- und Betreuungsangeboten bis 14.00 Uhr ist an 48 Schulen eingerichtet (47 Grundschulen und ein Gymnasium). Dieses Angebot wird von rund 1 000 Kindern wahrgenommen. 54 Schulen (34 Grundschulen, neun Erweiterte Realschulen, vier Gesamtschulen und sieben Gymnasien) bieten Bildungs- und Betreuungsangebote bis 16.00 Uhr an. Diese werden von mehr als 1 400 Schülerinnen und Schülern besucht.

Der Staatsekretär stellte zudem heraus, dass jeder 16-Uhr-Gruppe drei Lehrerstunden zugewiesen wurden. Damit werde die Brücke zum Vormittagsunterricht geschlagen und die Qualität der Angebote gesichert. Derzeit stünden mehr als 500 Lehrerstunden zur Verfügung, sagte der Staatssekretär. "Für diesen zusätzlichen Personalaufwand investiert das Land fast eine Million Euro pro Jahr. Mit den 1,53 Mio. Euro für Zuwendungen an die Maßnahmenträger fördert das Saarland die Freiwilligen Ganztagsschulen also jährlich mit 2,5 Mio. Euro", so Hansgünter Lang. Außerdem habe das Land für rund 400 Mitarbeiter der Maßnahmenträger die Arbeitsplätze gesichert.


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