Sandwichkind Realschule

"Die Realschulen werden durch die Konzentration auf Hauptschulen und Gymnasien wie manche Sandwichkinder oft übersehen. Es ist unverantwortlich, dass das Kultusministerium von den für 2005/06 geplanten 1.832 zusätzlichen Lehrerstellen nur eine den Realschulen geben will. Die Realschulen haben in Baden-Württemberg im Durchschnitt mit 27,8 Schülerinnen und Schülern die größten Klassen und brauchen dringend Entlastung", sagte am Freitag (08.04.) auf dem GEW-Realschultag in Karlsruhe Barbara Haas, stellvertretende Landesvorsitzende der Ge-werkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

08.04.2005 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Die Bildungsgewerkschaft hat in der "Lehrerbedarfsprognose 2015" vorgeschlagen, als ersten Schritt die Schüler/innenzahl in der Realschule auf gut 25 Kinder und Jugendliche pro Klasse zu senken. Dazu müssten etwa 700 neue Klassen an den 440 Realschulen in Baden-Württemberg ge-schaffen und 1.000 Lehrer/innen eingestellt werden. "Die besonderen Leistungen der Realschulen werden in der Öffentlichkeit viel zu wenig beachtet. Schülerinnen und Schüler kommen wie in keiner anderen Schulart aus allen Sozialschichten. Nach den PISA-Ergebnissen gelingt es im selektiven dreigliedrigen Schulsystem in der Realschule am besten, die Kinder und Jugendlichen unabhängig von ihrer sozialen Herkunft zu fördern", sagte Haas. Zum Beispiel erreichen in Baden-Württemberg fast ein Drittel der 15-jährigen Realschüler/innen die gleichen Mathematikleistungen wie Gymnasiasten. Auf dem Realschultag im Landesmedienzentrum Karlsruhe stehen die Themen "Neue Medien im Schulunterricht" und "Evaluation" im Mittelpunkt. Konrad Fees von der Universität Karlsruhe referiert zum Thema "Zukunft der Schulart Realschule im System der Sekundarstufe I"

Weitere Informationen:www.gew-bw.de

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