Stärken des Landes im IT-Bereich werden weiter ausgebaut

"Die Stärken Baden-Württembergs auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnologie weiter zu fördern und in wirtschaftliche Erfolge umzusetzen, ist das Ziel der von der Landesregierung betriebenen Medienpolitik. Wir sind eines der Kernländer der Hochtechnologie in Europa. Um diese Position zu behaupten und weiter auszubauen, ist es wichtig, dass Wirtschaft und Politik eng zusammenarbeiten. Dem dient zum Beispiel das Bits-Forum Baden-Württemberg, in dem 70 Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik eng vernetzt über eine stabile und nachhaltige Standortentwicklung beraten." Dies erklärte Wolfgang Fröhlich, Amtschef des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst, am 29. Oktober in Stuttgart zur Verleihung der doIT Software Awards 2004.

29.10.2004 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Der doIT-Software-Forschungstag 2004, in dessen Rahmen die Preisverleihung stattfand, dokumentiert und fördert zugleich die Bemühungen des Landes, den Transfer zwischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen und der Wirtschaft in Sachen Informationstechnologie voranzutreiben. Wie wichtig Informationstechnik und Medien für das Land seien, belege die Tatsache, dass die Landesregierung in dieser Legislaturperiode 430 Mio. Euro in diesen Bereich investiert, so Fröhlich. "Nicht zuletzt dient dies der informationswissenschaftlichen Forschung im Lande. Die Informatikfakultäten und -fachbereiche unserer Hochschulen leisten in der Forschung schon bisher gute bis ausgezeichnete Arbeit, wie eine große angelegte Querschnittsevaluation der Informationswissenschaften erwiesen hat."

Nach Fröhlichs Worten ist es ein wesentlicher struktureller Vorteil Baden-Württembergs, dass es hier eine ganze Reihe von kleinen und mittleren Softwarehäusern gibt, die auf dem Gebiet der Unternehmenssoftware tätig sind. Um diese Unternehmen zu unterstützen, hat das Land mehrere Programme im Gesamtumfang von 15 Millionen Euro aufgelegt. Gefördert werden zum Beispiel Forschungsverbünde, die Verstärkung von Software-Engineering und die Ausweitung des Forschungstransfers. "Für zukunftsweisend halte ich die Bemühungen, in einem gemeinsamen Softwarelabor der Universität und der Fachhochschule Karlsruhe die Ausbildung in der Softwaretechnik zu verbessern."

"Ich freue mich, heute im Namen der Landesregierung die besten Softwareentwickler aus Baden-Württemberg auszeichnen zu können", sagte der Ministerialdirektor. Der doIT Software Award dient dem Zweck, die Softwareforschung und -entwicklung im Lande zusätzlich anzuregen. Gesucht sind wissenschaftliche Spitzenleistungen und innovative Softwarelösungen. Die Jury wählte aus einem sehr dichten Leistungsfeld - es gab 50 qualifizierte Bewerbungen - die zehn am meisten zukunftsweisenden Projekte aus. Das Spektrum reicht von der Verwaltung bibliografischer Informationen über virtuelle Warenkörbe bis zu einem Softwaresystem für Evolutionäre Algorithmen. Software für die endoskopische Chirurgie oder die Infektionsepidemiologie ist ebenso dabei wie Software für die Bilanzierung der Abfallströme eines Unternehmens.


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