Trotz neuer Stellen volle Klassen

In diesem Jahr wird die Einstellungssituation für neue Lehrer/innen nur teilweise besser als im Vorjahr sein und die Schüler werden im kommenden Schuljahr weiter in überfüllten Klassenzimmern sitzen. "Es ist lobenswert, dass die Landesregierung die versprochenen zusätzlichen Stellen schafft. Diese reichen aber nicht aus, um die schlechte Unterrichtsversorgung sowie die unzureichenden Lern- und Arbeitsbedingungen in Klassen mit bis zu 33 Schülerinnen und Schülern zu verbessern", sagte der GEW-Landesvorsitzende Rainer Dahlem am Freitag in Stuttgart.

24.06.2005 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

An den Realschulen und den Sonderschulen verschlechtern sich die Chancen der Bewerber/innen gegenüber dem Vorjahr. "Trotz der vollen Klassen müssen die Realschulen sogar 111 freiwerdende Stellen an die Gymnasien und Beruflichen Schulen abgeben. Unverständlich sind auch die geringen Einstellungszahlen an den Sonderschulen, die unter den allgemein bildenden Schulen den größten Lehrermangel haben", so Dahlem. Die Bildungsgewerkschaft bezeichnet auch die Entwicklung an den Beruflichen Schulen als "sehr bedenklich". "Der Unterrichtsausfall ist dort seit Jahren unverändert hoch. Das liegt auch daran, dass es viel zu wenig Nachwuchs gibt und immer mehr Seiteneinsteiger eingestellt werden müssen. Das Kultusministerium tut zu wenig, um junge Menschen für das Lehramt an Beruflichen Schulen zu gewinnen", so Dahlem.

Die GEW bietet Ministerpräsident Günther Oettinger an, gemeinsam eine Lehrerbedarfsplanung bis 2015 zu erstellen. "Ein Blick hinter die Schultore zeigt, dass wir noch lange nicht über die Streichung von freiwerdenden Lehrerstellen diskutieren können. Für die Zukunft brauchen wir endlich eine verlässliche Bildungspolitik, zu der auch eine langfristig geplante Lehrereinstellung zählt. Die zurückgehenden Schülerzahlen können genutzt werden, um schrittweise die Qualität unserer Schulen zu steigern", sagte Dahlem.

Tipps zur Lehrer/inneneinstellung - Kostenlose GEW-Hotline für BewerberInnen vom 24.06. bis 29.06.05

Hotline für Bewerber/innen an Gymnasien:

Freitag, 24. Juni 2005, 14 bis 17 Uhr.

Hotline für Bewerber/innen an Grund-, Haupt-, Real- und Sonderschulen:

Montag, 27. Juni 2005
Dienstag, 28. Juni 2005
Mittwoch, 29. Juni 2005
jeweils 17 bis 20 Uhr.

Kostenlose Hotline: Tel. 0800 - 439 00 00


Eine Auswahl der Fragen der Anrufer/innen in den vergangenen Jahren:
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Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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