Vier Millionen Euro für neuen Schwerpunkt zum Thema Alternsforschung

"Mit einem neuen Forschungsschwerpunkt wollen wir biologische Zusammenhänge des Alterns weiter erforschen und so bessere Voraussetzungen für ein gesundes Altern schaffen. Damit könnten zukünftig altersbedingte Erkrankungen vermindert oder sogar verhindert und die Lebensqualität alternder Menschen verbessert werden." Dies erklärten Ministerpräsident Erwin Teufel, Wissenschaftsminister Professor Peter Frankenberg und der Staatsrat für Lebens- und Gesundheitsschutz Professor Konrad Beyreuther im Anschluss an die Kabinettssitzung am Dienstag (8. März 2005) in Stuttgart. Der neue Forschungsschwerpunkt für Alternsforschung solle im Raum Heidelberg/Mannheim entstehen. Für die Forschung über die molekularen Prozesse des Alterns werde die Landesregierung daher vier Mio. Euro aus Restmitteln der Zukunftsoffensive III zur Verfügung stellen, sagte Ministerpräsident Teufel

08.03.2005 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Besonders im Bereich der molekularen Alternsforschung seien aufgrund der Fortschritte in der Grundlagenforschung wesentliche neue Erkenntnisse zu erwarten. Das Spezialgebiet der molekularen Alternsforschung erforsche die Mechanismen des Alterns auf der Ebene der Zelle und des Gesamtorganismus und könne vor allem prophylaktische Therapien für altersbedingte Erkrankungen, wie Herzinfarkt, Osteoporose, Parkinson und Alzheimer, entwickeln, betonte Staatsrat Beyreuther.

"Die molekularbiologische und medizinische Alternsforschung ist ein neuer, besonders zukunftsweisender Schwerpunkt, der auch international große Beachtung findet", betonte Wissenschaftsminister Frankenberg. Mittel- und langfristig sei aufgrund neuer Erkenntnisse neben einer verbesserten Lebensqualität für ältere Menschen auch eine deutliche Entlastung der Gesundheits- und Sozialsysteme zu erwarten. Die Alternsforschung erfordere dabei den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen mehreren wissenschaftlichen Disziplinen. Gerade im Raum Heidelberg/Mannheim gebe es durch wichtige Fragen auf diesem Gebiet eine sehr hohe Forschungskompetenz, vor allem an den Universitäten Heidelberg und Mannheim, im Deutschen Krebsforschungszentrum, im Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim sowie im Deutschen Zentrum für Alternsforschung (DZFA) in Heidelberg.

"Wir wollen in der Region eine auf Dauer angelegte, übergreifende Zusammenarbeit der Universität Heidelberg und weiterer Forschungseinrichtungen etablieren", kündigte Professor Beyreuther an. Entstehen solle ein neuartiger Forschungsverbund, der neben der molekularen und medizinischen Alternsforschung auch die bisherigen Forschungsrichtungen umfasse. Arbeitsgruppen, die bislang sehr erfolgreich am Deutschen Zentrum für Alternsforschung (DZFA) tätig gewesen seien und vor allem Projekte aus der sozial- und verhaltenswissenschaftlichen sowie der epidemiologischen Forschung bearbeiteten, sollten in dieser neuen Struktur aufgehen. Integriert werden sollten zudem auch ökonomische Fragen im Zusammenhang mit dem Altern. Grundlage für den Forschungsverbund werde ein Konzept einer vom Wissenschaftsministerium eingesetzten Arbeitsgruppe unter Vorsitz der Universität Heidelberg sein. Dieser Arbeitsgruppe sollten Vertreter aller für den angestrebten Verbund relevanten Forschungseinrichtungen sowie des Wissenschaftsministeriums angehören, so Staatsrat Konrad Beyreuther.

"Mit der Neuausrichtung der Alternsforschung wollen wir neue, zukunftsweisende Ansätze in der Forschung aufgreifen, um unsere Stärken im internationalen Wettbewerb um die besten Forscher und Forschungseinrichtungen weiter auszubauen", sagten Ministerpräsident Erwin Teufel, Wissenschaftsminister Peter Frankenberg und Staatsrat Konrad Beyreuther.


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