Warnstreiks: An Heimsonderschulen müssen Schüler später kommen

An den sieben Heimsonderschulen in Baden-Württemberg wurde heute durch die landesweiten Warnstreiks der Schulbetrieb erheblich gestört. Viele Schüler/innen konnten erst am Nachmittag die Schulwoche beginnen, in den Schulküchen wurde teilweise ein Notessen gekocht.

05.12.2005 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Dem Aufruf der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) zur Arbeitsniederlegung waren viele Beschäftigte gefolgt. Die Streikenden nahmen an gemeinsamen Kundgebungen mit anderen Beschäftigten des Landes und der Kommunen teil. Die Bildungsgewerkschaft macht sich mit ver.di dafür stark, für die Beschäftigten der Länder ein einheitliches Tarifrecht zu erhalten und will die Arbeitszeitverlängerung in den Kommunen verhindern.

Die GEW setzt sich gemeinsam mit ver.di für den Fortbestand der 38,5-Stunden-Woche und den Erhalt von Urlaubs- und Weihnachtsgeld ein. "Wir streiken gegen Arbeitszeitverlängerung, für den Erhalt von Arbeitsplätzen und für eine Zukunft der Jugend", sagte der GEW-Landesvorsitzende Rainer Dahlem.

Während an den Schulen des Landes zum Großteil Beamte und nur wenige Angestellte arbeiten, sind an den sieben öffentlichen Heimsonderschulen Baden-Württembergs mit Internat ein Großteil der Beschäftigten angestellte Verwaltungsmitarbeiter/innen, Küchenpersonal, Reinigungskräfte, Erzieherinnen und Sozialpädagog/innen. Heimsonderschulen gibt es in Emmendingen, Heilbronn, Ilvesheim, Neckargmünd, Markgröningen, Stegen und Waldkirch. Die GEW hat im Südwesten 41.000 Mitglieder, etwa 12 Prozent der Mitglieder sind Angestellte.

Weitere Informationen: www.gew-bw.de

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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