WeldeKunstpreis 2005 verliehen

"Der WeldeKunstpreis ist ein Glanzlicht im Kulturleben unseres Landes und gleichzeitig ein beispielhaftes Vorbild für unternehmerisches Mäzenatentum. Das hierin zum Ausdruck kommende partnerschaftliche Zusammenwirken der Weldebräu GmbH und der Sparkasse Heidelberg hat bereits landesweite Beachtung gefunden und die Stiftung weiterer Kunstpreise von privater und unternehmerischer Seite angeregt."

22.04.2005 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Dies sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Michael Sieber (MdL), der die Schirmherrschaft über den WeldeKunstpreis übernommen hat, anlässlich der Preisverleihung am 22. April in Schwetzingen. Die Preisträgerinnen und Preisträger des 11. WeldeKunstpreises sind Sveinn Fannar Johannsson, Sabine Dehnel, Jan Tepass, Christian Uhl, Petra Weifenbach und Marlis Jonas als Gewinnerin der Publikumswahl.

Der Staatssekretär verband seinen Dank an die beteiligten Unternehmen mit dem Hinweis auf die bürgerschaftliche Rolle des Mäzenatentums in der Kulturförderung. Sieber zufolge sei der Stellenwert des freiwilligen Engagements, das Privatpersonen, Vereinigungen und Unternehmen aufbringen, im Zuge der politischen, ökonomischen und sozialen Veränderungen sehr gewachsen. Zum einen seien Staat und Kommunen überfordert, die Förderung von Kunst und Kultur allein zu gewährleisten. "Viel wichtiger ist jedoch, dass in einer freiheitlichen Gesellschaft, die kulturellen Institutionen und die kreativen Prozesse von den Mitgliedern der Gesellschaft nicht nur miterlebt, sondern auch mitgetragen und mitverantwortet werden", führte Sieber aus. Kunst und Kultur müssten ins Leben der Gesellschaft einbezogen sein, dieses bereichern und kritisch begleiten.

Der Staatssekretär wies dabei auch auf die Bedeutung der Kunst als Wirtschaftsfaktor hin. "Kultur ist oft auch ein ausschlaggebender Gesichtspunkt bei der Standortwahl von Unternehmen." Wirtschaftliche Blüte könne es deshalb nur dort geben, wo auch das kulturelle Leben floriere, so Sieber. Im Gegensatz zur öffentlichen Hand könnten sich in diesem Bereich die strukturellen Vorteile des privaten Mäzenatentums besonders günstig auswirken. "Beweglichkeit, Risikobereitschaft, Unkonventionalität und das Frei-Sein von bürokratischen Fesseln und von der Rücksichtnahme auf Folgezwänge sind die Vorteile des privaten Mäzenatentums. Damit kann es sich erlauben, Neues in der Kunst zu entdecken, in Nischen vorzudringen, Defizite auszugleichen und die Kunst in ihrer ganzen Vielfalt zu fördern."


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