Wissenschaftsminister spricht beim bwcon-Symposium

Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg hat sich für einen noch engeren Austausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ausgesprochen.

27.10.2005 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

"Ein effizienter Technologietransfer kann nur erreicht werden, wenn Wissenschaft und Wirtschaft weiter aufeinander zugehen. Es ist daher ein wichtiges Anliegen unserer Forschungs- und Technologiepolitik, dass zur Förderung von Innovationen alle Möglichkeiten der Vernetzung von staatlichen Programmen und Projekten mit der Wirtschaft durch gemeinsame Projekte sowie über die Einbindung in Gutachter- und Vergabegremien genutzt werden", erklärte Frankenberg am 27. Oktober in Stuttgart beim Symposium "Umsetzung ist Teil der Innovation", das die Initiative Baden-Württemberg: Connected (bwcon) veranstaltet hat.

Dass das Land den Dialog zwischen Wirtschaft und Wissenschaft intensiv unterstütze, belegte der Minister durch eine Reihe von Beispielen: "Wir haben den Universitäten schon vor vielen Jahren zusätzliche Stellen und Mittel zur Einrichtung von Technologietransferstellen zur Verfügung gestellt. Wir haben Stellen für EU-Referenten bereitgestellt, die zum Beispiel auch Projekte mit Partnern aus der Wirtschaft auf den Weg bringen", berichtete Frankenberg. Sachverstand aus der Wirtschaft werde stets mit einbezogen, wenn es um die Weiterentwicklung des Fächerspektrums der Hochschulen gehe oder um die Entwicklung anwendungsbezogener Förderprogramme, etwa im Bereich der Unternehmenssoftware, der Informationswissenschaften, der Biotechnologie oder der Optischen Technologien. Darüber hinaus habe das Land Technologie-Plattformen initiiert, in denen Vertreter von Wirtschaft und Wissenschaft im Bereich neuer Technologien mit hohem Entwicklungspotenzial zusammengebracht werden, zum Beispiel auf den Gebieten Lebenswissenschaften, Photonik, Brennstoffzelle, Logistik, Medizintechnik, Mikrosystemtechnik und Nanotechnologie sowie im Bereich der Luft- und Raumfahrt.

"Der effizienteste Technologietransfer geht über Köpfe. Wir legen daher auf eine exzellente Ausbildung unserer Studierenden ebenso großen Wert wie auf ein strukturell differenziertes Hochschulsystem", betonte Frankenberg. Die Förderung von Existenzgründungen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen bezeichnete der Minister als "ein zentrales Instrument, um den Technologietransfer über Köpfe zu beschleunigen". Dadurch würden zahlreiche neue Impulse in das Wirtschaftsgeschehen eingebracht. Das Land habe mehrere Programme zur Förderung solcher Ausgründungen aufgelegt, für die jährlich etwa eine Mio. Euro zur Verfügung gestellt würden. Frankenberg: "Unser Programm ´Junge Innovatoren´ ist über die Grenzen Baden-Württembergs bekannt und wurde Vorbild für ähnlich ausgerichtete Förderaktivitäten anderer Bundesländer."


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