Zügige Bewältigung der Folgen der Flutkatastrophe im Bereich von Kunst und Kultur

Von der Flutkatastrophe im August des Jahres 2002 waren auch die sächsischen Kultureinrichtungen stark betroffen – unter anderem die Semperoper sowie die Staatlichen Kunstsammlungen und das Staatsschauspiel Dresden, die Landesbühnen Sachsen, sowie weitere zahlreiche Theater, Orchester, Museen und andere kulturelle Einrichtungen vor allem in Dresden, im Elbtal, in Mittelsachsen und im Erzgebirge.

12.08.2004 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

"Das Schadensvolumen beläuft sich auf 114,6 Mio. Euro; rund 86 Mio. Euro davon im staatlichen Bereich", so Staatsminister Dr. Matthias Rößler. "Der Wiederaufbau ist gerade im Kulturbereich mit einem beispiellosen Enthusiasmus in Angriff genommen worden. Besonderer Dank gilt hierbei den vielen freiwilligen Helfern. Heute können sich Semperoper, Staatliche Kunstsammlungen, Staatsschauspiel und viele kleine Kultureinrichtungen in vollkommen wieder hergestellten Gebäuden im "neuen alten Glanz" präsentieren und hoffentlich in Zukunft noch mehr Besucher anziehen als vorher."

Problematisch war allerdings der Rückgang der Touristenzahlen nach der Flut und die damit verbundenen Einnahmeausfälle bei den kulturellen und gastronomischen Einrichtungen. Minister Rößler: "Die Hochwasserkatastrophe des Jahres 2002 hat eindrucksvoll verdeutlicht, welche erhebliche wirtschaftliche Bedeutung Kunst und Kultur gerade in Bezug auf den Tourismus haben - nicht nur in der Landeshauptstadt Dresden. Kunst und Kultur sind zentrale Standortfaktoren."

Bis Ende Mai 2004 konnten 15 von insgesamt 60 Maßnahmen beendet werden; im Jahr 2004 werden wahrscheinlich die meisten Maßnahmen abgeschlossen werden können.

Die Mittel für die Beseitigung der Schäden werden zum größten Teil, und zwar in Höhe von 85,5 Mio. Euro, aus dem von Bund und Ländern gemeinsam finanzierten Kulturellen Hilfsprogramm zur Verfügung gestellt. Bis Ende Mai 2004 sind hiervon bereits insgesamt 45 Mio. Euro abgeflossen.

Bis Ende 2003 konnten darüber hinaus 21 Mio. Euro aus dem europäischen Solidaritätsfonds entnommen werden. In den europäischen Solidaritätsfonds wurden im Jahr 2003 Maßnahmen zugunsten des kulturellen Erbes aufgenommen, nachdem eine europäische Delegation Dresden besucht hatte. Der Fonds dient ersten Schadensbeseitigungsmaßnahmen.

Den übrigen Bedarf decken andere Fördermittel und Spenden ab.


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