Bildungsausgaben

32,5 Millionen Euro für Sprachbildung und Sprachförderung

Die örtlichen Träger von Kindertageseinrichtungen in Niedersachsen können zum neuen Kindergartenjahr am 1. August 2018 zusätzliches Personal einstellen: Für die alltagsintegrierte Sprachförderung stellt die Landesregierung über das novellierte Kindertagesstätten-Gesetz (KitaG) rund 32,5 Millionen Euro bereit.

03.07.2018 Niedersachsen Pressemeldung Niedersächsisches Kultusministerium
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Am heutigen Tage hat das Niedersächsische Kultusministerium die Verteilung der 32,5 Millionen Euro auf die 54 Jugendamtsbezirke in Niedersachsen veröffentlicht. Die Gelder werden zeitnah angewiesen.

„Die Landesregierung stärkt die Arbeit der Fachkräfte für gute Deutschkenntnisse der Kindergartenkinder durch zusätzliche Gelder“, sagt dazu Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne. „Durch mehr Personal oder auch zusätzliche Qualifizierungsmaßnahmen kann die alltagsintegrierte Sprachförderung nah an den Kindern weiter intensiviert werden. Insbesondere im letzten Jahr vor der Einschulung werden sich positive Effekte einstellen“, so Minister Tonne. Mit der alltagsintegrierten Sprachförderung sei keine „neue Aufgabe“ übertragen worden. „Vielmehr bauen wir aus, was seit Jahren erfolgreich praktiziert wird.“

Die örtlichen Träger der Kinder- und Jugendhilfe können zusätzliches pädagogisches Fachpersonal unbefristet einstellen oder bei bereits vorhandenen Fachkräften die Verfügungs- und Leitungszeiten erhöhen. Ab dem Kindergartenjahr 2021/2022 müssen mindestens 85 Prozent dieser besonderen Finanzhilfe für Sprachbildung und Sprachförderung in die Aufstockung von Personalressourcen in Kindertageseinrichtungen fließen, bis zu 15 Prozent können auch weiterhin für Fachberatung und Qualifizierung verwendet werden. Die Ausschüttung berechnet sich zur Hälfte auf der Grundlage der Anzahl der Gruppen im Zuständigkeitsbereich des Trägers, in denen Kinder bis zum Schuleintritt betreut werden. Die zweite Hälfte wird nach der Anzahl der Kinder in Tageseinrichtungen im Zuständigkeitsbereich des Trägers berechnet, in deren Familien vorrangig nicht Deutsch gesprochen wird. Antragsberechtigt sind die örtlichen Träger der Kinder- und Jugendhilfe. Diese verteilen die Mittel an die konkreten Einrichtungen auf Basis eines regional vereinbarten Sprachförderkonzeptes.


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