Ahnen: Landesförderprogramm für Ferienbetreuung startet

Mit einem speziellen Förderprogramm fördert die Landesregierung ab sofort Projekte von kommunalen Jugendämtern und freien Trägerverbänden, die schulpflichtigen Kindern und Jugendlichen verlässliche "Aktivferien-Angebote" in den Sommerferien anbieten. "Für viele Eltern von Schulkindern ist es nach wie vor ein Problem, dass sie auch in den langen Ferien zwischen den Schuljahren auf eine verlässliche Betreuung an ihrem Wohnort angewiesen sind. Hier wollen wir mit unserer Landesförderung das Angebot verbreitern", unterstrich Bildungs- und Jugendministerin Doris Ahnen.

01.03.2005 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

Das Land habe in den letzten Jahren bereits eine Reihe gezielter Initiativen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit und insbesondere für den Ausbau ganztägiger Betreuung in Schule und Kindertagesstätten ergriffen, sagte die Ministerin. Die Einrichtung von mehr als 300 neuen Ganztagsschulen sei nur ein Beispiel dafür. Das neue Programm "Zukunftschance Kinder - Bildung von Anfang an" führe diese Politik konsequent fort und setze Rheinland-Pfalz beim Thema "Kinderfreundlichkeit" an die Spitze der Länder.

Freie Träger und die Jugendämter hätten in der Vergangenheit schon verschiedenste Aktivitäten entwickelt und angeboten, beispielsweise die so genannte "Ferienkarte", aber auch Kinder- und Jugendfreizeiten und Zeltlager, lobte Doris Ahnen. Derartige Aktivitäten sollten nun mit Landesunterstützung ergänzt werden durch Ferienbetreuungsangebote, die über zwei oder drei Wochen ein verlässliches Angebot bieten. Insbesondere Kinder berufstätiger Eltern, von Alleinerziehenden und Kinder, die eine Ganztagsschule besuchen, sollten die Chance haben, an diesem Angebot zu partizipieren.

Zur Förderung solcher verlässlicher Angebote stünden im Landeshaushalt 2005 und 2006 jeweils 200.000 Euro zur Verfügung, kündigte die Bildungs- und Jugendministerin an. Alle Jugendämter in Rheinland-Pfalz könnten ab sofort auf Grundlage der Förderkriterien einen entsprechenden Antrag an das Ministerium für Bildung, Frauen und Jugend richten und damit einen Zuschuss von maximal 5000 Euro erhalten. Förderfähig seien Maßnahmen, die mindestens über zwei Wochen (10 Tage) eine qualifizierte pädagogische Betreuung von acht Stunden täglich sicherstellten. Die Eigenleistung der Eltern solle 5 Euro pro Tag und Kind nicht überschreiten.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden