Baden-Württemberg startet Programm zur Kinderbetreuung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern

"Experimente im Forschungslabor richten sich nicht nach Kindergartenöffnungszeiten, daher muss die Betreuung der Kinder von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verlässlich, flexibel und möglichst arbeitsplatznah gewährleistet sein. Das Land startet im Rahmen des Kinderlandes Baden-Württemberg das Programm ´Kinderbetreuung für das wissenschaftliche Personal an den Hochschulen Baden-Württembergs´, um die Vereinbarkeit von Elternschaft und akademischer Karriere zu erleichtern."

01.07.2006 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Dies erklärte Wissenschaftsminister Professor Dr. Peter Frankenberg anlässlich der offiziellen Ausschreibung des vom Ministerrat beschlossenen Programms am 30. Juni in Stuttgart.

Mit dem Programm sollten wissenschaftliche Karrieren, besonders von Frauen, unterstützt werden, betonte der Minister, denn "wir können es uns nicht leisten, im Arbeitsmarkt und in der Wissenschaft auf die hervorragend ausgebildeten Frauen zu verzichten. Wir können es uns jedoch genauso wenig leisten, dass diese Frauen aus beruflichen Gründen keine Kinder bekommen. Ich wäre froh, wenn dieses Programm dazu beiträgt, die Zahl der Eltern unter den Akademikerinnen zu erhöhen. Zudem stellen die Betreuungsmöglichkeiten einen wichtigen Standortfaktor im Hochschulbereich dar."

Gefördert werden mit jährlich 1,5 Millionen Euro innovative Kinderbetreuungskonzepte, vorrangig für unter dreijährige Kinder, deren Mutter oder Vater an einer Hochschule oder Berufsakademie des Landes im wissenschaftlichen Bereich beschäftigt ist. Dabei kann die Hochschule eigene Betreuungsmöglichkeiten schaffen oder sich am Angebot einer externen Einrichtung beteiligen.

Der Umfang der Unterstützung beträgt ein Drittel der notwendigen Betriebskosten, ein Drittel soll die Hochschule tragen und ein weiteres Drittel soll durch Elternbeiträge finanziert werden. Für die Erstausstattung können einmalig bis zu 1.000 Euro pro Betreuungsplatz zusätzlich gewährt werden. Das Programm soll zunächst für fünf Jahre laufen, nach einer Evaluation wird über eine Fortführung entschieden.

Bewerbungen sind an das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Königstraße 46, 70173 Stuttgart zu schicken. Die Bewerbungsfrist endet am 1. Dezember 2006.


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