Arbeitsverhältnisse

Ein Drittel der Inklusionsfachkräfte ist befristet angestellt

Ob Kita-Fachkräfte einen unbefristeten Vertrag haben, ist vor allem von ihrem Arbeitsbereich abhängig.

10.06.2016 Bundesweit Pressemeldung Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte
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Die meisten Kita-Fachkräfte haben einen sicheren Job: Nur rund 16% der Beschäftigten in deutschen Kitas waren 2015 befristetet angestellt. Besonders selten gab es befristete Arbeitsverträge bei den Einrichtungsleitungen (rund 2%) sowie bei den Gruppenleitungen (9%). Unter den Zweit- und Ergänzungskräften sowie den gruppenübergreifend Beschäftigten arbeiteten hingegen rund 22% in einem zeitlich befristeten Arbeitsverhältnis. Am höchsten war der Befristungsanteil bei den Fachkräften, die für die Eingliederung und Förderung von Kindern mit (drohender) körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung zuständig sind (rund 32%). Dies zeigen aktuelle Auswertungen des Fachkräftebarometers Frühe Bildung der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF).

Anteil der Inklusionsfachkräfte mit befristetem Vertrag ist in den Ländern verschieden 

„Um den unterschiedlichen Bedürfnissen von Kindern gerecht zu werden, brauchen Kitas Fachkräfte mit unterschiedlichen Profilen. Wenn die personellen Ressourcen im Hinblick auf Kinder mit Förderbedarf aber nicht langfristig gesichert sind, ist es für Einrichtungen eine große Herausforderung, inklusive Bildung gut umzusetzen“, sagt Professorin Dr. Anke König, Leitung der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte. Auffällig ist, dass es in den Ländern große Unterschiede gibt: Während in Baden-Württemberg und Hessen jede zweite Inklusionskraft einen befristeten Arbeitsvertrag hat (rund 51% und 55%), ist es in Berlin und Hamburg nur knapp jede zehnte (rund 8,5 und 10%). In diesem Arbeitsbereich variieren die Anteile der befristeten Beschäftigungsverhältnisse zudem deutlich zwischen westdeutschen (rund 40%) und ostdeutschen Bundesländern (rund 13%). 

Über WiFF: Die Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF) ist ein Projekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), der Robert Bosch Stiftung und des Deutschen Jugendinstituts e.V. und wird aus Mitteln des BMBF gefördert.
Weitere Infos finden Sie auf Weiterbildungsinitiative.de.

Fachkräftebarometer Frühe Bildung

Das Fachkräftebarometer Frühe Bildung liefert auf Basis der amtlichen Statistik ausführliche Informationen über Personal, Arbeitsmarkt, Erwerbssituation sowie Qualifizierung in der Frühpädagogik. Die Publikation wurde im November 2014 erstmals veröffentlicht. Als Beobachtungs- und Analyseinstrument erscheint sie zukünftig etwa alle zwei Jahre.

Fachkraeftebarometer.de präsentiert einen Überblick über Bundestrends und Entwicklungen in den Ländern. Darüber hinaus wird jeden Monat eine aktuelle Zahl vorgestellt, die die Analysen des Fachkräftebarometers Frühe Bildung fortschreibt.


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