Erzieher/innen brauchen bessere Bezahlung

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) schlägt anlässlich des Kindergarten-Fachkongresses "invest in future" eine Qualitätsoffensive in der frühkindlichen Bildung vor. "Wir freuen uns über die Bewegung in der frühkindlichen Bildung, brauchen aber auch Verbesserungen der Rahmenbedingungen. Die Eltern wollen nicht nur Betreuungsplätze, sondern hochwertige Bildungseinrichtungen. Das erreichen wir nur mit gut ausgebildeten Erzieher/innen und kleineren Gruppen", sagte Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Bildungsgewerkschaft GEW am Montag (15.10) in Stuttgart.

15.10.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Die wachsenden Anforderungen an Kindertageseinrichtungen stehen im Gegensatz zu den Arbeitsbedingungen der Erzieher/innen. "Die Schere zwischen den Anforderungen an Erzieher/innen, den Arbeitsbedingungen und der Bezahlung klafft immer weiter auseinander. Für 2100 Euro brutto sollen sie Bildungspläne umsetzen und Sozialarbeit leisten. Wie will man junge Frauen und Männer mit Teilzeit, Befristung und Niedriglöhnen für diesen schönen Beruf begeistern?" so Dahlem.

Die Bildungsgewerkschaft GEW appelliert an die Landesregierung, das Motto der Tagung ernst zu nehmen und in die Zukunft zu investieren. "Gerade im Kinderland Baden-Württemberg darf Oettinger nicht immer nur über die Kosten jammern, sondern muss auch in die Zukunft investieren", sagte Dahlem.

Im Südwesten arbeiten 45 000 Erzieher/innen an über 7600 Kindertageseinrichtungen. 54 Prozent des pädagogischen Personals arbeitet in Teilzeit, nicht alle davon freiwillig. Rund ein Viertel der Erzieher/innen gibt in einer Studie der GEW an, dass keine Vollzeitstelle zu finden sei.

Weitere Informationen: www.gew-bw.de

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden