Förderung

Extra-Geld für zusätzliche Kita-Plätze

Berlin: Kitas, die zusätzliche Plätze anbieten, erhalten wieder Prämien. Diese werden über das Platzgewinnungsprogramm der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie finanziert.

17.01.2019 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie
  • © www.pixabay.de

Das Programm läuft von Januar bis einschließlich Juni 2019. Für jeden Platz, der im Vergleich zum Vorjahresmonat zusätzlich belegt wird, erhalten Kitas 250 Euro pro Monat zusätzlich zur Regelfinanzierung. Für die Abrechnung werden die registrierten Verträge mit denen des jeweiligen Vorjahresmonats verglichen.

Senatorin Sandra Scheeres: „Das Platzgewinnungsprogramm setzt einen finanziellen Anreiz, dass Kitas noch mal prüfen, ob sie mehr Plätze anbieten können. Viele Einrichtungen schöpfen ihre Betriebserlaubnisse nicht voll aus. Diese Reserve wollen wir ans Netz bringen. Die meisten Kitas vergeben freie Plätze zum Start des Kita-Jahres im Sommer und Herbst. Im Frühjahr und zum Frühsommer hin wird es für Eltern dann zunehmend schwieriger, noch einen Platz zu finden. Für die Eltern, die auf der Suche sind, zählt jeder Platz.“

Das Programm wurde in 2018 erstmals aufgelegt und lief vom Januar bis einschließlich Juni. „Das Programm wirkt. Unsere Abrechnungen zeigen, dass mehr als die Hälfte der Berliner Kitas davon profitiert haben und viele Plätze zusätzlich angeboten und belegt wurden“, so Sandra Scheeres. „Das ist erfreulich und mehr als wir erwartet haben.“

Insgesamt haben 1.444 der 2.587 Berliner Kitas im ersten Halbjahr 2018 zusätzliche Kita-Plätze belegt und dafür Zahlungen aus dem Platzgewinnungsprogramm erhalten. Es wurden 15.950 Monatsprämien bezahlt. Auf die Laufzeit von sechs Monaten gerechnet ergibt dies im Durchschnitt 2.660 zusätzliche Plätze. Die Gesamt-Fördersumme beträgt rund 3,99 Millionen Euro. 

Für das Platzgewinnungsprogramm stehen in 2019 bis zu 7,5 Millionen Euro zur Verfügung. Kitas müssen dafür keine Anträge stellen. Der Förderbetrag wird zum 30. September 2019 durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie ermittelt. Grundlage dafür ist die Auswertung der im ISBJ-System erfassten Kita-Verträge in 2019 und 2018. Neue Plätze, die im Vorjahr bereits über das Kita-Ausbau-Programm des Landes oder des Bundes gefördert wurden, werden nicht berücksichtigt.


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