Familienbildung - Pflicht oder Kür?

Auf einer Fachtagung zum Abschluss des Bundesmodellprojekts "Mobile Elternschule" der Arbeiterwohlfahrt, die heute im Alten Rathaus Potsdam stattfand, ging es um die Unterstützung von Familien im Land Brandenburg durch Angebote der Familienbildung. Mobile Elternschulen gibt es in fast allen Bundesländern. Die Arbeiterwohlfahrt bietet bisher mit ihrer Elternschule in den Kreisen Havelland und Potsdam-Mittelmark, insbesondere in ländlichen Regionen, u.a. Kurse und Gesprächskreise für Eltern und Familien sowie Familienfreizeiten an und schult Kursleiterinnen.

16.07.2004 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

"Wir wollen die Erziehungskompetenz der Eltern stärken und Familien mehr zur Selbsthilfe befähigen", sagte Jugendstaatssekretär Martin Gorholt auf der Tagung. "Alltagsnahe und niedrigschwellige Familienbildung setzt dort an, wo die Familien anzutreffen sind, sei es in der Kita oder Schule, beim Kinderarzt oder im Nachbarschaftszentrum. Daher förderte das Landesjugendamt mit über 100000 EURO das Modellprojekt 'Primäre Prävention durch Familienbildung, -förderung und -beratung'. Fachkräfte, die beruflich täglich mit Kindern, Jugendlichen und Familien zu tun haben, wie Kita-Erzieherinnen, Psychologen oder Sozialarbeiter wurden dafür qualifiziert, zusätzlich zu ihrer eigentlichen Arbeit auch Familienbildung anzubieten. Dabei entstanden viele lokale Angebote wie Eltern-Kind-Spielkreise, Elterngesprächsgruppen und Selbsthilfeinitiativen. So werden Eltern in ihrem Erziehungsalltag unterstützt, für den Umgang mit Problemen und Krisen fit gemacht und durch Gemeinschaftserfahrungen bereichert, die Kleinfamilien sonst oft nicht haben."


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