Frühkindliche Bildung: Schleswig-Holstein gibt bundesweit am wenigsten aus

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) bemängelt es schon seit Jahren. Jetzt bestätigt ein neues Gutachten der Bertelsmann-Stiftung: Was Kindertagesstätten betrifft, dümpelt Schleswig-Holstein am unteren Ende der Bundesländer-Skala.

25.06.2009 Pressemeldung GEW Schleswig-Holstein

"Bei der frühkindlichen Bildung bewegt sich Schleswig-Holstein auf dem Niveau eines bildungspolitischen Entwicklungslandes: Zuwenig Geld, zu wenig Erzieherinnen, zu große Gruppen, zu langsamer Ausbau bei den Krippenplätzen, zu hohe Elternbeiträge. Das Urteil der Bertelsmann-Stiftung ist niederschmetternd", sagte GEW-Landesgeschäftsführer Bernd Schauer am Donnerstag, 25.6.09 in Kiel. Mit 1019 Euro habe Schleswig-Holstein im Bundesvergleich die niedrigsten Ausgaben pro Kind. Der Anteil für frühkindliche Bildung bei den öffentlichen Haushalten liege um 0,5 Prozentpunkte unter dem Bundesdurchschnitt.

Bernd Schauer forderte die Politik in Land, Kreisen, Städten und Gemeinden auf, endlich für bessere Bedingungen für Kinder und Erzieherinnen zu sorgen. "Es ist allerhöchste Zeit für mehr Investitionen in die frühkindliche Bildung. Politiker sollten endlich aufhören damit, in Sonntagsreden die Bedeutung der frühkindlichen Bildung zu beschwören, wenn sie dann am Montag doch wieder nur nach Einsparmöglichkeiten suchen oder wie viele Kommunalpolitiker auf eine Absenkung der Mindeststandards in Kindertagesstätten hoffen."

Ansprechpartner

GEW Schleswig-Holstein

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