Frühkindliche Mehrsprachigkeit öffnet Tor zur Welt

"Frühkindliche Mehrsprachigkeit als Baustein einer gelungenen Bildungsbiographie" – so lautet der Titel eines internationalen Fachkongresses mit 46 Referenten aus aller Welt, der am 17. und 18. September in der Congresshalle in Saarbrücken stattfindet. Der Kongress ist eine gemeinsame Veranstaltung des Ministeriums für Bildung, Familie, Frauen und Kultur des Saarlandes, des Conseil Général de Moselle, der Inspéction Académique Nancy-Metz und der Christlichen Erwachsenenbildung Merzig-Hilbringen (CEB).

17.09.2007 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Im Mittelpunkt der zweitägigen Veranstaltung mit Vorträgen, Diskussionen und Arbeitsgruppen stehen Themen wie "Konzepte und Programme einer Nachbarsprache in Grenzregionen und zur Vermittlung einer Zweitsprache, Vernetzung von Sprachvermittlungsprogrammen mit nationalen oder regionalen Sprachförderprogrammen sowie wissenschaftliche Hintergrundinformationen zum Erwerb einer Zweitsprache in der frühen Kindheit. Ergänzt wird das Angebot durch erfolgreiche Beispiele aus der Praxis, z. B. der Zusammenarbeit des Saarlandes mit dem Departement Moselle. Als Referenten konnten international renommierte Fachleute gewonnen werden u. a. Professor Dr. Dr. Dr. Wassilos Fthenakis, Dr. Christa Preissing, Professor Dr. Albert Raasch und Professor Dr. Rita Franceschini und viele mehr.

Zum Auftakt der Veranstaltung konnte Ministerin Kramp-Karrenbauer über 500 interessierte Personen, auch aus Übersee, begrüßen. In ihrer Ansprache betonte die Ministerin die besondere Bedeutung der frühkindlichen Spracherziehung. Zweisprachiges Aufwachsen in der frühen Kindheit bereite den Weg für ein offenes Zusammenleben mit anderen Kulturen und stärke interkulturelle Sensibilität. Das Saarland sei gemeinsam mit seinen französischen Partnern der Moselle eine Modellregion. Im Rahmen des EU-Förderprogramms INTERREG wird die zweisprachige Erziehung im Vorschulbereich weiter gestärkt. Neben dem Ausbau zweisprachiger Angebote, seien durch den Austausch von Fachkräften neue Arbeitsstellen geschaffen worden. Mittlerweile können 25 Prozent der saarländischen Kindergärten eine zweisprachige Erziehung anbieten. Im Bundesdurchschnitt seien es zwei Prozent.


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