GEW ruft Erzieher/innen in 500 KiTas zu Warnstreiks auf

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ruft zusammen mit ver.di Erzieher/innen in rund 500 KiTas in der Region Stuttgart am Freitag (22.02) zu Warnstreiks auf. "2.000 Euro für Erzie­herinnen und Erzieher sind angesichts der gewachsenen Anforde­rungen zu wenig. Offenbar müssen die Arbeitgeber mit Warnstreiks unter Druck gesetzt werden, damit sie merken, dass es Qualität nicht zum Billigtarif gibt", sagte am Mittwoch (20.02) in Stuttgart Rainer Dahlem, Landes­vorsitzender der GEW. Die Beschäftigten in den kommunalen Kinder­tageseinrichtungen in Stuttgart und den Landkreisen Böblingen, Ludwigs­burg und Rems-Murr sind zum ganztägigen Warnstreik aufgerufen.

20.02.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Die Bildungsgewerkschaft setzt sich in den Tarifverhandlungen für eine Erhöhung der Gehälter um 8 Prozent, mindestens aber 200 Euro mehr, ein. Eine Kompensation der Lohn­erhöhung durch Arbeitszeiterhöhungen lehnen die Gewerkschaften ab. In den letzten Jahren sind die Anforderungen für die 54.000 Beschäftigten in den Kindertagesstätten in Baden-Württemberg durch die Bildungspläne und bessere individuelle Förderung der Kinder gestiegen. Viele Aufgaben erfordern eine höhere Vor– und Nachbereitungszeit, die aber von den Trägern der Einrichtungen nicht gewährt wird. Auch die Zahl der Eltern steigt, die für ihre Kinder verlängerte Öffnungszeiten zwischen 5 und 7 Stunden in Anspruch nehmen. Im Jahr 2006 waren dies 43 Prozent.

"Es ist wichtig, dass auf diese Veränderungen reagiert wird. Der wichtige Ausbau der Kindertagesstätten geht nicht auf dem Rücken der Beschäf­tigten. Es kann nicht sein, dass die Anforderungen an die Erzieher/innen steigen und die Bezahlung sinkt. Will man die Qualität der Betreuung gewähr­leisten, muss das Gehalt den Anforderungen und Leistungen entspre­chen", sagte Dahlem.

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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