Kinderland ist abgebrannt

"Das wichtigste pädagogische Projekt für Kindertageseinrichtungen der letzten Jahre darf nicht scheitern. Der Streit um die Finanzierung des Orientierungsplans darf nicht auf dem Rücken der Kinder sowie Erzieherinnen und Erzieher ausgetragen werden. Landesregierung und Kommunen stehen in der Pflicht, gemeinsam die Einführung zu bezahlen. Bessere Bildung gibt es nicht zum Nulltarif", sagte am Freitag (02.10.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

02.10.2009 Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Die Bildungsgewerkschaft bezeichnet den weiterentwickelten Orientierungsplan für Kindertageseinrichtungen als ersten wichtigen Schritt. "Aber was nützt dieser Bildungsplan, wenn unsere Erzieherinnen und Erzieher weiter in Gruppen mit bis zu 28 Kindern ohne ausreichende Fortbildungen arbeiten müssen. Wenn die KiTa-Träger und die Landesregierung die Arbeit mit den Jüngsten im Lande nicht besser finanzieren, wird der Orientierungsplan viel zu wenig Wirkung zeigen", so Moritz.

"Der Orientierungsplan verfolgt das richtige Ziel, den Lernprozess der Kinder früher als bisher zu fördern. Durch pädagogische Maßnahmen sollten Kinder hier gezielt dazu angeregt werden, ihre Neugier und Selbständigkeit auf spielerische Weise zu entwickeln. Diese Förderung in den Kindertageseinrichtungen muss weiter ausgebaut werden. Statt Geld in das Konzept ´Schulreifes Kind´ zu stecken, sollte die Landesregierung die Umsetzung des Orientierungsplans besser unterstützen", sagte Moritz.

Informationen im Internet: www.gew-bw.de

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

Mehr zum Thema


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden