Kinderleicht lernen in Gruppen mit 28 Kindern?

"Es ist beeindruckend, mit welchem Einsatz in ganz Baden-Württemberg Erzieherinnen und Erzieher sich für eine bessere Qualität ihrer Kindertageseinrichtungen einsetzen und überall neue Bildungskonzepte einführen. Die Beschäftigten werden aber von der Landesregierung und den Trägern viel zu wenig unterstützt. Arbeitgeber und Politik müssen für kleinere Gruppen, mehr Fortbildungen und eine bessere Bezahlung sorgen", sagte am Montag (12.11.) in Stuttgart Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg. In Stuttgart findet heute der Kongress "Kinderleicht lernen" statt.

12.11.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Die wachsenden Anforderungen an Kindertageseinrichtungen stehen im Gegensatz zu den Arbeitsbedingungen der Erzieher/innen. In vielen Kindergärten im Südwesten gibt es immer noch viel zu große Gruppen mit bis zu 28 Kindern. "Eine individuelle Beobachtung und Förderung ist dort nicht möglich. Auch die Schere zwischen den Anforderungen an Erzieher/innen, den Arbeitsbedingungen und der Bezahlung klafft immer weiter auseinander. Für 2100 Euro brutto sollen sie Bildungspläne umsetzen und Sozialarbeit leisten. Wie will man junge Frauen und Männer mit Teilzeit, Befristung und Niedriglöhnen für diesen schönen Beruf begeistern?" so Dahlem.

Im Südwesten arbeiten 45.000 Erzieher/innen an über 7600 Kindertageseinrichtungen. 54 Prozent des pädagogischen Personals arbeitet in Teilzeit, nicht alle davon freiwillig. Rund ein Viertel der Erzieher/innen gibt in einer Studie der GEW an, dass keine Vollzeitstelle zu finden sei.

Weitere Informationen: www.gew-bw.de

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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