Betreuungsgeld

Kindertagesstätten: Einkassierte Herdprämie in bessere Qualität stecken

Das Bundesverfassungsgericht hat das Betreuungsgeld [gekippt](http://bildungsklick.de/a/94224/keine-gesetzgebungskompetenz-des-bundes-fuer-das-betreuungsgeld/). Geht es nach der Bildungsgewerkschaft GEW, soll das jetzt nicht mehr benötigte Betreuungsgeld für bessere Bedingungen in den Kindertagesstätten ausgegeben werden. Dafür hat sich GEW-Landesgeschäftsführer Bernd Schauer am Dienstag in Kiel ausgesprochen.

21.07.2015 Pressemeldung GEW Schleswig-Holstein

"900 Millionen Euro sind im Bundeshalt 2015 für das Betreuungsgeld vorgesehen. Mit diesem Geld lässt sich in den Kindertagesstätten wirklich viel Gutes tun. Zum Beispiel könnte die Bundesregierung eine Kita-Qualitätsoffensive starten, die diesen Namen wirklich verdient. Kleinere Gruppen, besserer Personalschlüssel und mehr Vor- und Nachbereitungszeiten für die Erzieherinnen: Wird das auf den Weg gebracht, würde die Qualität in den Kitas steigen. Das wäre ein großer Gewinn für Erzieherinnen, Kinder und Eltern", sagte Bernd Schauer. Er appellierte an die schleswig-holsteinischen Bundestagsabgeordneten, sich zügig für eine solche Kita-Qualitätsoffensive stark zu machen.

Das Betreuungsgeld war von Anfang an umstritten. Denn es hielt zum Beispiel Kinder aus ärmeren Migrantenfamilien vom Besuch einer Kindertagesstätte ab. Dabei profitieren besonders diese Kinder vom Kita-Besuch, weil sie dadurch viel leichter und besser Deutsch lernen können.

Ansprechpartner

GEW Schleswig-Holstein

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