KiTa-Ministerin Schavan?

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) unterstützt Oettingers Vorschläge zur Verlagerung der Zuständigkeit für Kindergärten, wenn die Kindertageseinrichtungen besser gefördert werden. "Durch einen Umzug vom Sozial- ins Kultusministerium verbessert sich noch nicht die unzureichende Situation in den 7.500 Kindergärten in Baden-Württemberg. Für eine bessere Bildung und Betreuung der unter 6-Jährigen brauchen wir zuerst kleinere Gruppen, mehr Ganztagsplätze und eine bessere Aus- und Fortbildung der Erzieherinnen", sagte am Dienstag in Erfurt der GEW-Landesvorsitzende Rainer Dahlem am Rande des GEW-Gewerkschaftstages.

26.04.2005 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

In Deutschland sind in Bayern, Berlin, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein die Kultusministerien für die Kindertageseinrichtungen zuständig. "Auch dort stellen die Bildungskonzepte für die Jüngsten im Lande bisher keinen wirklichen Fortschritt dar. Wir brauchen ein neues Verständnis von Bildung und Erziehung, das sich auch in neuen Bildungsministerien wiederspiegeln muss", sagte Norbert Hocke aus Berlin, der im GEW-Bundesvorstand für die KiTa-Politik verantwortlich ist.

Die Bildungsgewerkschaft schlägt deshalb vor, die Ausgaben für "Bildung von Anfang an" deutlich zu erhöhen und im Kultusministerium eine eigene Abteilung zu schaffen, die mit den gleichen Rechten und Mitteln wie die schulischen Bereiche ausgestattet wird. "Es genügt nicht, Annette Schavan zur KiTa-Ministerin zu küren. Für eine zukunftsweisende Bildungspolitik müssen auch alle anderen pädagogischen Bereiche wie zum Beispiel die Schulsozialarbeit in ihrem Haus angesiedelt werden", sagte Dahlem.

Weitere Informationen:

www.gew-bw.de

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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