Weltfrauentag

Kleine Kinder, weibliche Pädagoginnen, weniger Geld

Die GEW Baden-Württemberg setzt sich am Internationalen Frauentag für bessere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen der Frauenberufe Erzieherin und Grundschullehrerin ein.

08.03.2019 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg
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 „In unseren Kitas und Grundschulen gilt der Grundsatz je kleiner die Kinder, desto größer die Gruppen oder Klassen und desto geringer das Gehalt. Über 90 Prozent der Beschäftigten dort sind Frauen. Wir wollen keinen zusätzlichen Feiertag, sondern jeden Monat die Wertschätzung dieser Arbeit auf dem Gehaltszettel sehen. Für Grundschullehrkräfte in Baden-Württemberg muss es wie in anderen Bundesländern und für alle anderen Lehrerinnen und Lehrer A13 geben“, sagte am Freitag (08.03.) Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Stuttgart.

Wahlrechtsreformen – Wählen gehen!

Die GEW begrüßt die Initiativen zur Erhöhung des Frauenanteils in den Parlamenten und ruft zur Teilnahme bei den Personalrats-, Kommunal- und Europawahlen auf. „Wir brauchen demokratische und möglichst viele weibliche Abgeordnete in unseren Personalräten, in den Parlamenten auf allen Ebenen, damit Politik alle in den Blick nimmt“, sagte Moritz. Im Mai wählen die 120.000 Lehrkräfte in Baden-Württemberg für die nächsten fünf Jahre ihre Personalvertretungen.

Geschlechterforschung stärken

Die Bildungsgewerkschaft macht sich für einen Ausbau der Geschlechterforschung an den Hochschulen stark. „Angesichts der dumpfen Parolen der AFD müssen wir erst recht in Aufklärung und Emanzipation investieren. Wir unterstützen unsere Kolleginnen und Kollegen an Hochschulen und Forschungsinstituten, wenn ihre Arbeit verunglimpft wird“, sagte Moritz. Die GEW ist die „Frauen-Gewerkschaft“ unter dem Dach des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Über 70 Prozent der GEW-Mitglieder in Baden-Württemberg sind Frauen, auch die Mehrzahl der Führungsfunktionen in der größten bildungspolitischen Interessenvertretung sind von Frauen besetzt.  

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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