Gute-Kita-Gesetz

Kultusminister Piwarz fordert vom Bund mehr Geld für ostdeutsche Kitas

Sachsens Kultusminister Christian Piwarz erwartet, dass der Bund mit dem geplanten Gute-Kita-Gesetz auch die besondere Situation in den ostdeutschen Bundesländern stärker berücksichtigt.

06.09.2018 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Kultus
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„Wer wie die Bertelsmann Stiftung zweifelhafte Vergleiche der Personalschlüssel zum Maßstab macht, der wird der besonderen Situation in Ostdeutschland nicht gerecht. Ostdeutsche Kindertageseinrichtungen  betreuen deutlich mehr Kinder unter drei Jahren als in den alten Bundesländern. Wenn man jedoch wie in den alten Bundesländern  weniger Plätze finanzieren muss, kann man sich bessere Betreuungsschlüssel eben leisten“, sagte Kultusminister Christian Piwarz in einer Landtagsdebatte heute in Dresden. Dem Minister zufolge müssten bei der Verteilung der Bundesmittel die deutlich höheren Betreuungsquoten bei Kindern unter drei Jahren stärker Berücksichtigung finden.

In Sachsen beträgt die Betreuungsquote im dritten Lebensjahr  laut der Bertelsmann Stiftung inzwischen  75 Prozent, in Baden-Württemberg lediglich  49 Prozent.  70 Prozent der sächsischen Kinder werden schon im zweiten Lebensjahr  über 45 Stunden pro Woche betreut, im Kindergartenalter sind es sogar 74 Prozent. In Baden-Württemberg liegen diese Quoten lediglich bei 24 beziehungsweise 16 Prozent. Während Baden-Württemberg 17 Prozent seines Kita-Personals mit einer Qualifikation unterhalb des Niveaus eines staatlich anerkannten Erzieher-Abschlusses beschäftigt, sind es in Sachsen nur vier Prozent. In Sachsen arbeiten neun Prozent der Fachkräfte mit einem Hochschulabschluss in der Kita, im Ländle sind es lediglich fünf Prozent.


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