Mehr als 40 000 Kinder erhalten Sprachförderung vor der Einschulung

Der Ausbau der vorschulischen Sprachförderung geht im Jahr 2005 weiter. Rund 2000 Kurse können im Frühjahr beginnen. Die Angebote mit mindestens fünf Teilnehmern laufen sechs Monate lang bis zum Ende des Schuljahres und bereiten Kinder mit Sprachschwierigkeiten auf einen besseren Start in der Grundschule vor.

07.01.2005 Pressemeldung Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

Gezielte Sprachförderung gibt es darüber hinaus auch noch in rund 1950 Kindertagesstätten, bei denen die entsprechenden Angebote bereits im September 2004 angelaufen sind und ebenfalls bis zu den Ferien dauern. Insgesamt können damit im Jahr 2005 mehr als 40 000 Plätze in Sprachförderkursen angeboten werden. Sie werden in Kindertagesstätten oder Grundschulen über die jeweiligen Jugend- oder Schulämter eingerichtet. Im Jahr zuvor standen rund 36 000 Plätze zur Verfügung.

"Eines der erschreckendsten Ergebnisse aus PISA zeigt, dass der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg in Deutschland besonders eng ist und Kinder aus Zuwandererfamilien weniger erfolgreich sind", so Schul- und Jugendministerin Ute Schäfer. "Deshalb kommt gerade der vorschulischen Sprachförderung eine besondere Bedeutung zu, wenn wir Kindern aus diesen Familien einen besseren Schulerfolg und damit letztlich auch einen sozialen Aufstieg ermöglichen wollen."

Erstmals wurden im November 2003 mit den Anmeldungen zum Schuljahr 2004/2005 die Sprachfähigkeiten aller künftigen Grundschulkinder überprüft. Kinder, die nicht über ausreichende Deutschkenntnisse verfügten, wurden dabei von der Schule zur Teilnahme an einem vorschulischen Sprachkurs verpflichtet. "Trotz finanziell schwieriger Zeiten konnten wir auch für 2005 wieder 7,5 Millionen Euro für diesen Bereich zur Verfügung stellen und damit eine nahezu flächendeckende Versorgung mit Sprachförderkursen anbieten", betonte Ministerin Schäfer.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden