Neue Kita-Verordnung bringt nach wie vor Verschlechterungen

"Die Richtung stimmt nicht! Wir brauchen in den Kindertagesstätten dringend bessere Bedingungen und nicht schlechtere. Deshalb können wir uns auch nicht damit zufrieden geben, dass die Landesregierung bei der Kindertagesstättenverordnung nur einen Teil der geplanten Verschlechterungen zurück nimmt", sagte Bernd Schauer, Landesgeschäftsführer der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) am Dienstag, den 5.6.07 in Kiel zur von der Landesregierung verabschiedeten Kita-Verordnung.

05.06.2007 Schleswig-Holstein Pressemeldung GEW Schleswig-Holstein

Gemeinsam mit der Landesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtsverbände, dem Verband evangelischer Kindertageseinrichtungen und der Landeselternvertretung werde sich die GEW daher weiterhin gegen Verschlechterungen bei den Kindertagesstätten wehren.

Nach wie vor kämen mit der neuen Kita-Verordnung größere Belastungen auf Kinder und Erzieherinnen zu, weil die altersgemischten Gruppen größer würden, so der GEW-Landesgeschäftsführer. Gerade den Bedürfnissen kleiner Kinder von unter drei Jahren werde die Verordnung in keiner Weise gerecht.

"Diese Kinder müssen intensiver betreut werden als größere. Sie müssen gewickelt werden, brauchen Hilfe beim An- und Ausziehen und viel mehr Zuspruch und Trost als ältere Kinder, um nur einige Beispiele zu nennen. Allein hierfür benötigen die Erzieherinnen mehr Zeit."

Bisher durften maximal fünfzehn Kinder in einer altersgemischten Gruppe betreut werden. Die Gruppe setzte sich maximal aus zehn Kindern über drei Jahren und fünf Kindern unter drei Jahren zusammen. Demnächst können bis zu neun Kinder unter drei zu einer Gruppe gehören.

Ansprechpartner

GEW Schleswig-Holstein

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