Neuer Anstoß für Bildungsdebatte

Mit großem Interesse hat die GEW die Positionen der Landes-SPD zur Weiterentwicklung des Bildungswesens in Sachsen-Anhalt zur Kenntnis genommen. Sie sieht darin einen wichtigen Schritt, notwendige Reformen in allen Bildungsbereichen anzustoßen.

26.04.2005 Sachsen-Anhalt Pressemeldung GEW Sachsen-Anhalt

"Wir begrüßen, dass die SPD in die Offensive geht und damit den von CDU und FDP zu verantwortenden Rückschritten an Kindertagesstätten, Schulen und Hochschulen etwas entgegensetzen will.", sagte GEW-Landeschef, Thomas Lippmann.

Die SPD berücksichtige dabei in ihrem Bildungsprogramm die Ergebnisse der PISA-Untersuchungen ebenso konsequent, wie die spezielle Situation in Sachsen-Anhalt, in der wegen der häufigen Veränderungen des Schulsystems in den zurückliegenden Jahren auch Augenmaß und ein gesellschaftlicher Konsens für die künftigen Entwicklungen erforderlich sei.

"Vor dem Hintergrund der weiterhin schlechten PISA-Ergebnisse verbietet sich ein Stillstand in den bildungspolitischen Debatten. Unser Bildungssystem ist noch weit davon entfernt, allen Kindern und Jugendlichen gleiche Bildungschancen zu eröffnen und ihnen die Wege zu einem höheren Bildungsniveau und damit in die künftige Wissensgesellschaft zu ebnen.", erklärt Lippmann. Er trat damit dem Ruf konservativer Politiker nach "Ruhe im Bildungsbereich" entgegen, die sie selbst in den zurückliegenden Jahren massiv und oft ohne Not gestört hätten.

"Bildungsfragen sind Zukunftsfragen, die nicht in Wahlkämpfen zerredet sondern von allen politischen Kräften gemeinsam angepackt werden müssen." sagte Lippmann auch im Hinblick auf die zunehmende Provinzialisierung und Abschottung gegenüber internationalen Tendenzen im Vorschul- und Schulbereich, während der internationalen Öffnung im Hochschulbereich allerorten das Wort geredet wird. Die Bildungsgewerkschaft sieht sich daher auch durch die Initiative der SPD in ihrer Forderung nach der Einrichtung eines Landesbildungsrates bestärkt und fordert die Landespolitik in dieser Frage nachdrücklich zum Handeln auf.

Ansprechpartner

GEW Sachsen-Anhalt

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