Oettinger soll "Schulreifes Kind" aufgeben

Die Bildungsgewerkschaft GEW schlägt Ministerpräsident Günther Oettinger vor, das Konzept "Schulreifes Kind" aufzugeben und stattdessen mehr Geld für eine gründliche Erprobung des Orientierungsplans und die Qualifizierung von Erzieher/innen auszugeben. Heute findet ein Gespräch des Ministerpräsidenten mit den Spitzen der Kommunalverbände statt, in dem der Orientierungsplan, das Konzept "Schulreifes Kind" und die Ganztagsschulen Themen sein werden.

30.09.2005 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

"Kindertageseinrichtungen sind Bildungseinrichtungen mit einem eigenständigen Bildungsauftrag, die nicht auf ihre Zubringerfunktion für die Grundschulen reduziert werden dürfen. Sinnvolles Lernen funktioniert nicht, wenn Grundschullehrkräfte in wenigen Wochenstunden unter 6-Jährigen Wissen vermitteln sollen. Es wäre viel sinnvoller, wenn die Bedingungen in den Kindergärten verbessert würden und die Kleinsten im Land in kleineren Gruppen durch gut qualifizierte Erzieher/innen gezielt gefördert werden könnten", sagte am Freitag (30.09.) in Stuttgart Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Gute Ganztagsschulen brauchen zusätzliche Pädagog/innen

Die GEW unterstützt bei der Diskussion um die Finanzierung der Ganztagsschulen den Städtetag. "Ganztagsschule ist mehr als vormittags Unterricht wie gehabt, anschließend Suppenküche und am Nachmittag ein bisschen Betreuung für diejenigen, die das wollen. Wir wollen bessere Schulen und dafür brauchen wir auch zusätzliche Lehrerinnen und Lehrer", so Dahlem.

GEW-Stellungnahme zum Orientierungsplan: www.gew-bw.de

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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