Chancengleichheit

Partizipativ arbeiten für kommunale Strategien der Gesundheitsförderung

Integrierte kommunale Strategien und Partizipation sind Ansätze zur Stärkung gesundheitlicher Chancengleichheit.

03.01.2022 Bundesweit Artikel Sozialmagazin
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Von Gesine Bär, Petra Fiebig, Katharina Katsch, Jana Lepczyk, Christiane Neubert, Sarah Orschmann, Ina Schaefer, Anna Wahl

Ausgehend von einem Forschungsprojekt mit „Kita-Familien" ergeben sich Anknüpfungspunkte für die bezirkliche Präventionskette aus der Stärkung der Zusammenarbeit von Eltern und Fachkräften und aus der Bereitstellung eines Workshopformats für die Partizipation von Eltern.

Die Förderung von Gesundheit für ein gesundes Aufwachsen ist ein zentrales Public-Health-Thema. Von der Schwangerschaft bis zur Volljährigkeit sieht sich die fachpolitische Öffentlichkeit in der Verantwortung, familienunterstützende Leistungen anzubieten und allen Kindern die gleichen Gesundheitschancen zu ermöglichen. Die zahlreicher werdenden „kommunalen Präventionsketten" (Böhm/Gehne 2018, S. 1208) knüpfen an diesem Ziel an und gehen als „integrierte, kommunale Strategie für Gesundheitsförderung" über traditionelle Präventionsansätze hinaus. Dies wird unterstützt durch jüngere Untersuchungen, die zeigen, dass sich Gesundheitsförderung vor Ort koordinieren und verbessern lässt. Die „Interventionsbündel" beziehen sich dabei schwerpunktmäßig auf drei Bereiche (Kapazitätsentwicklung sowie Planung und Strukturbildung) (Quilling/Kruse 2018).

Bei diesem Artikel handelt es sich um einen Gastbeitrag aus dem Sozialmagazin.

Die Messung der Wirksamkeiten dieser komplexen Interventionen stellt eine noch ungelöste fachliche Herausforderung dar (Allweiss et al. 2021). Allerdings zeichnet sich ein fachlicher Konsens ab, dass Interventionen, die an den Orten ansetzen, an denen sich Menschen im Alltag aufhalten, im Hinblick auf die Verbesserung der Chancengleichheit besonders wirksam sind – vor allem dann, wenn sie partizipativ erarbeitet werden (GKV Spitzenverband 2020, S. 19 f.; Funk et al. 2019).

„Integriertes Handeln" ist eines der zwölf „Kriterien guter Praxis der soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung" (Kooperationsverbund Gesundheitliche Chancengleichheit 2015). Eine Dimension davon ist die Integration der Adressat_innen, für die unterschiedliche Integrationsgrade formuliert werden. In der höchsten Stufe wirken sie als fester Bestandteil der strategischen Partnerschaft gleichberechtigt an Entscheidungen mit.

Dies markiert eine anspruchsvolle Zielsetzung. Der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Forschungsverbund für gesunde Kommunen „PartKommPlus" hat sich zwischen 2015 bis 2021 der Frage gewidmet, wie partizipative Ansätze in der Ausgestaltung integrierter kommunaler Strategien gestärkt werden können (Wright et al. 2018). Im vorliegenden Artikel wird ein kommunales Beispiel aus dem Part-KommPlus-Projekt „Eltern fragen Eltern" (ElfE) dargestellt (FKZ 01EL1423B/01EL1823D) und die Frage diskutiert, wie die abgeleiteten Wirkungshinweise in Bezug auf die Entwicklung von mehr Chancengleichheit von jungen Familien in der Kommune interpretiert werden können.

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Zum Weiterlesen:
In Ausgabe 12/2021 des Sozialmagazin (S. 35-42)

 

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