Brandenburg

"Sprachförderung in Kitas ist ein Erfolg"

Jugendministerin Martina Münch hat heute in Cottbus ein Broschüren-Paket zur Sprachförderung an die Kita "Regenbogen" in Cottbus übergeben. "Die Meilensteine ermöglichen es den Erzieherinnen und Erziehern, die Sprachentwicklung von Kindern ab dem zweiten und bis zum fünften Lebensjahr genauer und verlässlicher als bisher zu beobachten und einzuschätzen und sie entsprechend zu fördern, erklärt Münch.

03.05.2013 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

"Ich freue mich, dass wir mit diesem Instrument die Sprachförderung an unseren Kitas stärken können. Das Landeskonzept zur Weiterentwicklung der Sprachförderung in den Kitas hat sich bewährt, so Münch. "Der Anteil der Kinder mit Sprachförderbedarf ist von 19,7 Prozent im Jahr 2010 auf rund 16 Prozent in diesem Jahr gesunken. Das zeigt: Die Sprachförderung in Kitas ist ein Erfolg."

Die "Meilensteine der Sprachentwicklung" werden derzeit kostenlos an die Kindertagesstätten im Land Brandenburg verschickt. Sie sind ein Beobachtungsverfahren für pädagogische Fachkräfte in Kitas sowie Tagesmütter und -väter. Das Beobachtungsinstrument hilft ihnen dabei, zu beurteilen, ob die Sprachentwicklung bei zwei- bis fünfjährigen Kindern altersgerecht verläuft oder ob sich etwa Sprachverzögerungen andeuten. Diese Informationen geben den Fachkräften zudem wichtig Hinweise, wie sie sowohl sprachauffällige als auch sprachlich altersgerecht entwickelte Kinder im Alltag zielgerichtet fördern und sprachlich anregen können.

Die "Meilensteine" bestehen aus einer einführenden "Handanweisung", für die jüngeren Kinder, einem individuellen "Heft zum Mitwachsen", sowie entsprechenden einzelnen Beobachtungsbögen und Gruppenauswertungsbögen zu den vier Alterszeitpunkten (24, 36, 48 und 60 Monate) für die Erzieherinnen und Erzieher.

Seit dem Jahr 2011 wird die Kita "Regenbogen" auch vom Bundesjugendministerium im Rahmen der "Offensive Frühe Chancen" als "Schwerpunkt-Kita Sprache und Integration" gefördert. Sie erhält jährlich 25.000 Euro für eine halbe Stelle zur Verbesserung der frühen Sprachförderung in der Einrichtung sowie für die Vernetzung mit anderen Kitas. Im Land Brandenburg profitieren insgesamt 113 Kitas von dem Bundesprogramm.

Die "Meilensteine der Sprachentwicklung" sind Teil der Sprachförderung an Kitas im Land Brandenburg. Im Jahr 2006 wurde das Landesprogramm zur kompensatorischen Sprachförderung auf den Weg gebracht. In allen rund 1.450 Kitas des Landes mit Kindern im Vorschulalter stehen inzwischen entsprechend qualifizierte Fachkräfte für die Sprachstandsfeststellung und Sprachförderung zur Verfügung. Seit dem Schuljahr 2009/10 ist die Teilnahme an der Sprachstandsfeststellung und bei Bedarf an der Sprachförderung für alle künftigen Erstklässler verbindlich.

Seit 2011 gilt das "Konzept zur Weiterentwicklung der Sprachförderung in der Kindertagesbetreuung". Ein besonderer Schwerpunkt des Konzepts liegt bei der alltagsintegrierten Sprachförderung von Anfang an: Für das Landesprogramm "Sprachberatung im Setting Kita" stehen seit 2012 rund 1,4 Millionen Euro jährlich zur Verfügung, mit denen in den Kreisen und kreisfreien Städten Sprachberatung in den Kitas sowie der Aufbau regionaler Unterstützungsstrukturen gefördert wird. Zudem hat das Jugendministerium unter anderem die Erstellung eines Films finanziell und fachlich gefördert. Der Film "Wie Kinder zu(m) Wort kommen - Sprachförderung im Alltag" wurde allen Kindertagesstätten, allen Aus- und Fortbil-dungseinrichtungen und weiteren Multiplikatoren kostenlos zur Verfügung gestellt.

Auch die kompensatorische Sprachförderung wurde weiter entwickelt: Um eine stärkere Verknüpfung mit dem Kita-Alltag zu ermöglichen, kann die Sprachförderung nun auch außerhalb der speziellen Sprachförderkurse durch besondere Angebote im Alltag der Kindertagesstätte stattfinden. Nicht geändert haben sich der Umfang der Förderung und die dafür zur Verfügung stehenden Landesmittel zur personellen Umsetzung in Höhe von rund 3,1 Millionen Euro pro Jahr.

Alle Materialien sind auch auf den Internet-Seiten des Jugendministeriums unter www.mbjs.brandenburg.de abrufbar.


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