Start gebührenfreies Kita-Jahr: Erster Schritt – zweiter und dritter müssen folgen

Der Start des gebührenfreien Kita-Jahres für Kinder im letzten Kita-Jahr ist nach Auffassung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) nicht mehr als ein guter Anfang. "Bildung darf nicht von Papas und Mamas Portemonnaie abhängen. Deshalb muss auch der Besuch von Kindertagesstätten kostenfrei sein, und zwar nicht nur das letzte Jahr, sondern auch das erste und das zweite. Finanziert werden könnte das Ganze beispielsweise durch eine Erhöhung der Erbschaftssteuer", sagte der GEW-Landesvorsitzende Matthias Heidn am Freitag, den 31.7.09 in Kiel.

31.07.2009 Pressemeldung GEW Schleswig-Holstein

Ohne eine stufenweise Erweiterung der Kostenfreiheit auf die übrigen Kita-Jahre bleibe der bildungspolitische Nutzen aber sehr gering. Denn im letzten Jahr vor der Schule besuchten bereits 96 Prozent der Kinder eine Kita, so der GEW-Landesvorsitzende "Im ersten Kita-Jahre wäre der bildungspolitische Effekt viel größer, weil hier nur rund zwei Drittel aller Kinder eine Kita besuchen." Bedauerlicherweise dieser von allen pädagogischen Fachleuten von Kita-Trägern und GEW angeregte Vorschlag, mit der Kostenfreiheit wenigstens im ersten Kita-Jahr zu beginnen, am Widerstand der CDU gescheitert.

Der GEW-Landesvorsitzende warnte die Politik davor, die Gebührenfreiheit für die Eltern mit einer Absenkung der Kita-Standards zu finanzieren. "Die frühkindliche Bildung ist für die Entwicklung der Kinder so wichtig, dass wir in den Kitas dringend bessere Rahmenbedingungen für Kinder und Personal brauchen." Verantwortlich: Bernd Schauer, 28.07.09

Ansprechpartner

GEW Schleswig-Holstein

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