Streiks zeigen Wirkung – Gewerkschaften halten aber Druck auf Arbeitgeber aufrecht

Mit unverminderter Kraft gehen die Streiks im Sozial- und Erziehungsdienst in Schleswig-Holstein weiter. Am Donnerstag folgten in Kiel und Flensburg mehr als dreihundert Beschäftigte dem Streikaufruf der Gewerkschaften ver.di und GEW. "Unsere bundesweiten Streiks zeigen Wirkung. Endlich haben die Arbeitgeber ein substanzielles Angebot vorgelegt. Das ist ein Anfang", sagte Norbert Hocke, für Jugendhilfe und Sozialarbeit zuständiges GEW-Bundesvorstand vor knapp 250 Streikenden im historischen Kieler Gewerkschaftshaus.

11.06.2009 Pressemeldung GEW Schleswig-Holstein

Die Arbeitsbedingungen der Erzieherinnen in Kindertagesstätten schadeten der Gesundheit. Nur rund ein Viertel der Erzieherinnen könnten sich vorstellen, in ihrem Beruf die Rente zu erreichen, so Norbert Hocke. "Psychosomatische Erkrankungen gehören zum Berufsalltag. Deshalb ist es höchste Zeit, von einem unverbindlichen zu einem rechtsverbindlichen Gesundheitsschutz zu kommen. Auch Erzieherinnen haben Anspruch auf einen gesunden Arbeitsplatz."

Neben einem Gesundheitsschutz-Tarifvertrag sprach sich Norbert Hocke auch für eine höhere Eingruppierung für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst aus. Das sei wegen der durch die Bildungsleitlinien gewachsenen Anforderungen mehr als gerecht.

Ansprechpartner

GEW Schleswig-Holstein

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden