Studie

VBE fordert mehr Leitungszeit und finanzielle Besserstellung für pädagogisches Personal

Udo Beckmann beim Kitaleitungskongress: „Kitaleitungen werden gering geschätzt, vermissen die Wertschätzung durch die Politik und sind durch Bürokratie, Personalmangel und fehlende Leitungszeit belastet."

27.04.2017 Bundesweit Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE)
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"Auf neue Herausforderungen, wie die Integration von Flüchtlingskindern, werden sie nicht ausreichend vorbereitet. Zudem zeigt sich schon an der Kita eine zunehmende Aggressivität durch Eltern. Da ist es nicht verwunderlich, wenn Leitungsstellen unbesetzt bleiben“, kommentiert Udo Beckmann, Bundesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) die heute veröffentlichte „DKLK-Studie“ von Wolters Kluwer Deutschland. Sie wird im Rahmen der Deutschen Kitaleitungskongresse (DKLK) vorgestellt.

Der Verband Bildung und Erziehung hatte im Frühjahr 2016 eine repräsentative forsa-Umfrage zur Berufszufriedenheit von Lehrkräften an allgemeinbildenden Schulen veröffentlicht. „Die Ergebnisse lesen sich ähnlich: immer mehr Aufgaben, viel zu wenig Unterstützung durch die Politik und fehlende Fortbildung. Das pädagogische Personal in Deutschland fühlt sich alleingelassen. Integration und Inklusion sind zwar die großen Themen der Bildungspolitik, aber leider nicht in den Haushalten der Länder, Gemeinden und Kommunen. Das muss sich endlich ändern. Nur in einer gemeinsamen Kraftanstrengung aller Beteiligten wird es gelingen, ausreichend finanzielle Ressourcen bereitzustellen. Dafür muss das Kooperationsverbot im Bildungsbereich aufgehoben werden“, fordert Udo Beckmann.

Im Vorfeld des Deutschen Schulleiterkongresses (DSLK) im März 2017 hatte der Verband unter den Teilnehmenden ebenfalls eine Umfrage zur Berufszufriedenheit durchgeführt. Auch hier sind deutliche Parallelelen zur Situation der Kitaleitungen festzustellen. Der VBE-Bundesvorsitzende fasst zusammen: „Wer Leitung will, muss Leitungszeit gewähren. Wer Führung und die Übernahme weiterer Aufgaben möchte, muss dies entsprechend entlohnen. Wertschätzung muss auch finanziell messbar sein.“


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