VBE gegen Panik-Attacken wegen PISA

"Es bleibt dabei: PISA ermutigt", sagte heute der Bundesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) Ludwig Eckinger. "Ich sehe keinen Anlass für Panik-Attacken, wenn am 7. Dezember die Ergebnisse von PISA II mit mathematischem Schwerpunkt vorgestellt werden."

22.11.2004 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE)

"Durch PISA haben wir eine Masse an analytischen Daten zum deutschen Schulsystem", so Eckinger, "wir müssen aber mehr daraus machen." Insbesondere erwartet der VBE-Bundesvorsitzende von den Ministerpräsidenten der Länder eindeutige Beschlüsse zur Stärkung des Bildungsbereiches als Investitionsbereich. "Alle Länder haben mehr oder weniger dasselbe Problem. Chancengleichheit und Leistung müssen als zwei Seiten einer Medaille besser in Übereinstimmung gebracht werden", so Ludwig Eckinger. Angesichts der Bestrebungen der Länder nach alleiniger Zuständigkeit für Bildungsbereich und Bezahlung warnte Eckinger: "Wir brauchen den kooperativen Föderalismus mehr denn je. Einige Fettaugen auf der bildungspolitischen Suppe machen nicht satt. Die Finanzminister dürfen der Bildungspolitik keine Lösungen aufs Auge drücken. Das führt auf Dauer zu Blauäugigkeit."

Eckinger bekräftigte, die Bildungspolitik müsse vom Kopf auf die Füße gestellt werden. "Die Wege zur Chancengleichheit werden in Kindergarten und Grundschule eröffnet." Es müsse von frühem Anfang an ein kontinuierliches Lernen gesichert werden, das die Schülerinnen und Schüler aufbaue und ermutige, ihre Stärken zu erkennen. VBE-Bundesvorsitzender Eckinger: "Statt Bildungssackgassen und Stigmatisierung von Schulen brauchen wir nach oben offene Bildungswege. Der Auftrag an die Bildungspolitik und damit auch der Maßstab bei der Umsetzung heißt: Jedes Kind, jeder Jugendliche hat einen Anspruch darauf, den bestmöglichen Bildungsweg zu gehen."

Bereits nach PISA I hatte der VBE sieben notwendige Handlungsfelder bestimmt, die nach wie vor aktuell sind: siehe Pressedienst Nr. 49 vom 6. Dezember 2001.


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