Warnstreik: 500 KiTas geschlossen

In Stuttgart und den Landkreisen Böblingen, Ludwigsburg und Rems-Murr bleiben heute etwa 500 Kindertageseinrichtungen geschlos¬sen. "Wir sind überrascht, dass so viele Erzieherinnen und Erzieher unserem Aufruf gefolgt sind und sich am ganztägigen Warnstreik beteili¬gen. Im Unterschied zu den Arbeitgebern haben auch viele Eltern Verständnis gezeigt. Auch sie wollen, dass die gute Arbeit mit ihren Kindern besser bezahlt wird und es keine Betreuung und Bildungsarbeit zum Billigtarif gibt", sagte am Freitag (22.02) in Stuttgart Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). In Stuttgart findet heute um 11 Uhr eine Demonstration statt, die um 12 Uhr mit einer Kundgebung auf dem Schlossplatz endet.

22.02.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Die GEW hat zusammen mit ver.di Erzieher/innen zu Warnstreiks auf¬gerufen, weil die Arbeitgeber bisher nur Angebote vorgelegt haben, bei denen Erzieher/innen weniger als bisher pro Stunde verdienen würden. Die Bildungsgewerkschaft setzt sich in den Tarifverhandlungen für eine Erhöhung der Gehälter um 8 Prozent, mindestens aber 200 Euro mehr, ein. Eine Kompensation von Lohn¬erhöhungen durch Arbeitszeiter¬hö¬hungen lehnen die Gewerkschaften ab.

"2.000 Euro für Erzieherinnen und Erzieher sind angesichts der gewach¬senen Anforderungen zu wenig. Offenbar sind die Arbeitgeber nicht interessiert, gute Bildungseinrichtungen für die Kinder in ihren Gemeinden und Städten anzubieten, sonst würden sie mit anderen Angeboten in die Tarifverhandlungen gehen", so Dahlem.

Tarifportal der GEW: www.gew-bw.de

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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