Koalition und FDP wollen Frauenanteil in der Wissenschaft steigern

(hib/SKE) Zwei Anträge zur Gleichstellungspolitik in der Wissenschaft bringen die Fraktionen von CDU/CSU und SPD ([16/9756](http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/097/1609756.pdf)) sowie FDP ([16/9604](http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/096/1609604.pdf)) am Donnerstagnachmittag in den Bundestag ein. Mit beiden Anträgen wollen die Abgeordneten einen deutlich höheren Anteil von Frauen an allen wissenschaftlichen Positionen, auch Professorenstellen, erreichen.

26.06.2008 Pressemeldung Deutscher Bundestag

Die Koalitionsfraktionen fordern die Bundesregierung auf, gemeinsam mit Ländern, Hochschulen und Wissenschaftsorganisationen die Forschungs- und Institutionsförderung an verbindliche Zielvereinbarungen zur Gleichstellung zu knüpfen. Die Länder beziehungsweise die Hochschulen und Forschungseinrichtungen seien angehalten, Zielwerte für Fächer oder Fachgruppen zu definieren, Fördermittel nach einem bestimmten Anreizsystem zu vergeben und bei öffentlichen Förderprogrammen Gleichstellungsziele zu berücksichtigen. Außerdem müsse der wissenschaftliche Nachwuchs frühzeitig klare Karriereperspektiven erhalten, Eltern müssten zusätzlich unterstützt werden.

Die FDP-Fraktion fordert die Bundesregierung auf, ein Wissenschaftsfreiheitsgesetz vorzulegen, in dem ein so genanntes Kaskadensystem festgelegt ist. Mit diesem solle ein ausgewogenes Verhältnis von Männern und Frauen bei gleichwertiger Qualifikation im Bewerbungsverfahren gewährleistet werden. Das Professorinnenprogramm des Bundesforschungsministeriums solle speziell auf mathematische, informatische, naturwissenschaftliche und technische Fächer ausgerichtet werden. Im Rahmen des Hochschulpaktes solle die Regierung außerdem auf eine Anhebung der Professorenstellen hinwirken, was neben einem größeren Frauenanteil auch eine verbesserte Betreuung der Studenten fördere.

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