58. Deutscher Hochschulverbands-Tag in Stuttgart eröffnet

Für eine konsequente Förderung des Wissenschaftlichen Nachwuchses sprach sich Wissenschaftsminister Frankenberg am 58. Hochschulverbands-Tag in Stuttgart aus. "Guten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern müssen gute Konditionen geboten werden. Um international konkurrenzfähig zu bleiben, müssen wir daran arbeiten, das Besoldungs- und Dienstrecht entsprechend zu gestalten", sagte Frankenberg am 10. März in Stuttgart. Der Wissenschaftsminister zeigte sich der Idee gegenüber offen, mit Hilfe von Fördergeldern aus der privaten Wirtschaft Gehalt- und Lehrzulagen der Professorinnen und Professoren aufzubessern.

10.03.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Das Land habe die Rahmenbedingungen für den Wissenschaftlichen Nachwuchs verbessert. "Die Möglichkeiten für eine Hochschulkarriere sind vielfältiger geworden. Den Nachwuchskräften eröffnen sich damit bessere Perspektiven", sagte der Minister. Die Juniorprofessur sei inzwischen so ausgestaltet, dass sich die Möglichkeit eines echten Tenure Tracks biete. Eine Juniorprofessur könne eine Anwartschaft auf eine volle Professur an der Heimathochschule beinhalten. Außerdem sei jetzt ein zweiter Karriereweg über die Stationen Juniordozentur und Dozentur eröffnet, der auch zu einer Professur führen könne.

Der Wechsel von der Hochschule in die Wirtschaft und umgekehrt sollte nach den Worten des Ministers erleichtert werden. "Wir brauchen einen fruchtbaren Austausch von Kompetenzen und Köpfen in beide Richtungen." Ein Problem sei dabei häufig die fehlende Kompatibilität der Versorgungssysteme.

Für die Zeit vor der Promotion plant das Wissenschaftsministerium eine Änderung des Landesgraduiertenförderungsgesetzes, die sich gerade in der Anhörungsphase befindet. "Die Graduiertenförderung soll ganz in die Verantwortung der Hochschulen übergehen. Sie sollen zukünftig selbst bestimmen, wie sie die Stipendien dotieren und auf welche Dauer sie angelegt werden", sagte Frankenberg. Bisher waren die Stipendien aus der Landesgraduiertenförderung auf 820 Euro monatlich und eine zweijährige Regelförderungsdauer mit einjähriger Verlängerungsmöglichkeit begrenzt.


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