Akademie der Wissenschaften

Die Gründungskommission der Akademie der Wissenschaften in Hamburg tritt am morgigen Sonnabend im Gästehaus des Senats erstmals zusammen. Dies ist ein weiterer Schritt zum Aufbau der neuen Akademie, deren Gründung die Bürgerschaft im Dezember 2004 per Gesetz beschlossen hat.

08.04.2005 Hamburg Pressemeldung Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB)

Die neunköpfige Gründungskommission hat die Aufgabe, ein Rahmenkonzept für die inhaltlichen Aufgaben in der Startphase der Akademie zu erarbeiten und bis zu 30 Wissenschaftle-rinnen und Wissenschaftler als Ordentliche Mitglieder zu berufen, davon die Hälfte auf Vorschlag der Joachim-Jungius-Gesellschaft. Mitglieder der Gründungskommission sind:

  • Prof. Dr. Dorothee Gall, Klassische Philologie, Universität Hamburg
  • Prof. Dr. Reinhard Hüttl, Umweltwissenschaften, Technische Universität Cottbus
  • Prof. Dr. Norbert Jürgens, Biologie, Universität Hamburg
  • Prof. Dr. Horst-Franz Kern, Medizin/Zellbiologie, Präsident der Philipps-Universität Marburg
  • Dr. Wilhelm Krull, Generalsekretär der Volkswagen-Stiftung, Hannover
  • Prof. Dr. Silke Leopold, Musikwissenschaften, Universität Heidelberg
  • Prof. em. Dr. Kurt Pawlik, Psychologie, Universität Hamburg, Präsident der Joachim-Jungius-Gesellschaft
  • Prof. Dr. Albrecht Wagner, Physik, Universität Hamburg und Direktoriumsvorsitzender Deutsches Elektronensynchrotron (DESY)
  • Prof. Dr. Sigrid Weigel, Literaturwissenschaft, Technische Universität Berlin

Wissenschaftsstaatsrat Dr. Roland Salchow: "Hamburg als eine Metropole des Wissens braucht eine Akademie der Wissenschaften, die auch eine Plattform für interdisziplinäre Forschung und ein Sprachrohr für die Wissenschaft in der Metropolregion Hamburg ist. Die A-kademie soll vorhandene hervorragende Fachkompetenz mit internationalen Wissenschaft-lern zusammenführen. Wichtige Schritte dafür sind die Berufung der ersten Mitglieder und das Arbeitsprogramm für die Startphase der Akademie." Voraussetzung für die Mitgliedschaft in der Akademie der Wissenschaften in Hamburg sind herausragende wissenschaftliche Leistungen. Der Akademie angehören werden bis zu 80 Ordentliche Mitglieder und bis zu 40 Korrespondierende Mitglieder, die jeweils für die Dauer von zehn Jahren berufen werden. Der internationale Dialog in den Arbeitsfeldern der Akademie soll durch die Einrichtung eines Wissenschaftskollegs für Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler hergestellt werden. Diese so genannten "Fellows" erhalten dadurch die Chance, in gemeinsamen Forschungsprojekten mit renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zusammen zu arbeiten.

Die Akademie der Wissenschaften in Hamburg soll

  • Themen von grundlegender wissenschaftlicher oder gesellschaftlicher Bedeutung im Hinblick auf zukünftige Entwicklungen untersuchen, und zwar Fächer und Institutionen übergreifend;
  • mit der Einrichtung eines Wissenschaftskollegs für deutsche und internationale Nach-wuchswissenschaftler ("Fellows") die Forschungsarbeiten international ausrichten;
  • den Dialog zwischen Wissenschaft, Öffentlichkeit und Politik fördern, um Wissenschaft als eine öffentliche Aufgabe sichtbar zu machen;
  • ein unabhängiges Forum für Zukunftsthemen bieten, um Ideen und Gestaltungsvorschlä-ge vertieft diskutieren zu können und damit
  • der Wissenschaft in der Metropolregion Hamburg eine institutionelle Stimme geben.

Die Startfinanzierung der Akademie der Wissenschaften bis zum Jahr 2007 fördert zum überwiegenden Teil das Mäzene-Ehepaar Prof. Dr. h.c. Hannelore Greve und Prof. Dr. Helmut Greve mit bis zu 1,5 Mio. Euro. Ab 2008 übernimmt die Freie und Hansestadt Hamburg die Finanzierung der Grundausstattung; die Projektarbeit wird über Drittmittel finanziert. Zusätzlich stellt das Ehepaar Greve Wohnraum für die "Fellows" in Hamburg-Lokstedt zur Verfügung. Die Akademie soll ein repräsentatives Domizil in Hamburg beziehen.


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