Alle Lehrer sollen gemeinsam ausgebildet werden

Die Bildungsgewerkschaft GEW setzte sich am internationalen Weltlehrertag für eine grundlegende Reform des Lehramtsstudiums in Baden-Württemberg ein. "In jeder internationalen Vergleichsstudie bekommt unsere Lehrerausbildung schlechte Noten. Wir wollen, dass in Zukunft alle Lehrerinnen und Lehrer in einem Bachelor-Studium gemeinsam ausgebildet werden und sich erst im Master-Studium spezialisieren", sagte am Freitag (05.10.07) in Stuttgart Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) am Rande einer Fachtagung zur Lehrerausbildung. Dort diskutierte der renommierte Experte für Lehrerausbildung Jürgen Oelkers aus Zürich mit Experten aus Baden-Württemberg über die Reform der Lehrerausbildung.

05.10.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

2006 beschloss die Landesregierung, bis zum Wintersemester 2008/09 die Studiengänge für das Lehramt an Gymnasien und an Beruflichen Schulen auf die gestufte Studienstruktur Bachelor und Master umzustellen. Bisher wurden aber keine Konzepte für die Pädagogischen Hochschulen vorgelegt, an denen Lehrer/innen für Grund-, Haupt-, Real- und Sonderschulen studieren. "Wir befürchten, dass die Landesregierung eine Zwei-Klassen-Ausbildung zulassen und einen Master-light schaffen will. Wenn wir mehr Qualität an unseren Schulen erreichen wollen, brauchen wir aber für alle Lehrerinnen und Lehrer eine Bachelor-Master-Ausbildung, in der von Beginn an sowohl fachwissenschaftliche als auch pädagogische Inhalte vermittelt werden. Am Ende ihres Studium müssen sowohl Grundschul- wie Gymnasiallehrer einen vollwertigen Masteranschluss erwerben können", so Dahlem.

Der Weltlehrertag, der stets am 5. Oktober begangen wird, geht zurück auf einen Beschluss von UNESCO, Internationaler Arbeitsorganisation (ILO) und der Erziehungsinternationale (EI). Der Weltlehrertag 2007 steht unter dem Motto: "Bessere Arbeitsbedingungen für Lehrer – bessere Lernbedingungen für Schüler".

Weitere Informationen: www.gew-bw.de

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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